"Hundehandel" nach Nordeuropa- eine seit 30 Jahren andauernde Hysterie

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"Hundehandel" nach Nordeuropa- eine seit 30 Jahren andauernde Hysterie

Beitrag  Gast am Di 26 März 2013, 18:23

"Piazzo La Notizia
Tageszeitung online, Reise ins tierische Italien

Die Position von Save The Dogs über Adoptionen

TURETTA, HUNDE INS AUSLAND:
SCHLUSS MIT DER HEXENJAGD

by Sara Turetta - Zur Freude der meisten meiner/unserer Verleumder (die sich, da bin ich sicher, nach der Veröffentlichung diesen Textes austoben werden) werde ich einen Kommentar abgeben, um ein für alle Mal die Ansicht über die Auslandsadoptionen von Save the Dogs zu erklären, ein "immergrünes" Thema des italienischen Tierschutzes, der offensichtlich keine dringenderen Probleme hat, um die er sich kümmern muß (es geht den Tieren in Italien ja so gut!).

Die Adoptionen ins Ausland: Das Phänomen
Seit Ende der 80er Jahre ist das Phänomen aufgekommen, daß Tausende von Hunden aus den Canile Lagern oder von der Straße in die Schweiz, nach Deutschland und (erst seit Kurzem) in die Niederlande und Skandinavien verbracht werden. Diese Verbringungen sind von Anfang an mit Argwohn angesehen worden, und er wurde von dem Vorurteil bestärkt, daß die Deutschen - aufgrund ihrer "nazistischen" Vergangenheit- ein Volk von erbarmungslosen Sadisten sind.
Schon in den 90er Jahren sind die ersten Anzeigen von Tierschützern gemacht worden, die mit dem Finger auf andere Tierschützer gezeigt haben, aber abgesehen von einem dramatischen Zwischenfall, in den ein Schweizer Katzen-Tierheim verwickelt war, hat sich herausgestellt, daß keine dieser Ermittlungen je zu einer Verurteilung geführt haben.
In den letzten 10 Jahren hat die Bewegung der Hunde von Süd/Ost nach Nord einen
exponentiellen Anstieg erfahren, auch begünstigt durch die Sozialen Medien, die eine große Öffentlichkeit informiert haben über die Dramen in den Perreras, in den Canile- Lagern in unserem Süden und in den Vernichtungslagern in den Ländern des Ostens. Laßt uns aber nicht vergessen, daß englische, deutsche und holländische Aktivisten schon in Spanien waren, lange bevor die italienische Öffentlichkeit die Perreras "entdeckte": viele kleine Canili in Spanien waren seit langer Zeit von Tierschützern aus dem Norden geführt worden, die dank dem Tourismus viele Landsleute in ihr Engagement mit einbeziehen konnten.

Es gibt derzeit keine Daten über diese Bewegungen, aber die EU beschäftigt sich gerade mit Besorgnis damit wegen der Befürchtung, daß sich Krankeiten, die in einigen Ländern schon ausgerottet sind, sich verbreiten könnten.
Welche Maßnahme auch von der EU in Zukunft getroffen wird, ich bin bereit, darauf zu wetten, daß das Phänomen schon jetzt nicht mehr aufzuhalten ist angesichts der wachsenden Sensibilität der öffentlichen Meinung und der Mobilisierung von Tausenden von Tierschutzgruppen in ganz Europa. Der Versuch, es zu stoppen, wäre wie die Abwanderung aus den Entwicklungsländern zu stoppen: undenkbar.

Um eine Sache genauer zu erklären: daß in dem Verbringen der Hunde Mißbrauch sein könnte, schließt keiner von uns aus (ja es ist es leider anzunehmen, dass er hier auch vorkommt wie in allen Bereichen, die "vom Menschen gemanagt" werden).
Nie bewiesen worden ist aber, daß die Tierschutzorganisationen eine "Geldmaschine" organisiert hätten, die Tausende von Hunden in die Versuchslaboratorien schicken würde.
Hierzu möchte ich einige Fragen stellen, die zum Nachdenken veranlassen sollten:
Warum beschränkt sich nicht jemand, der Rohstoff für die Laboratorien sucht, darauf, sich mit einem Lieferwagen an irgendeinen Ort mit endemischen Aufkommen von Streunern zu begeben, wo die Streuner an jeder Straßenecke sind, seinen Lieferwagen (vielleicht mit irgendeinem unechten Paß) vollzuladen und mit Tieren beladen in sein Laboratorium zurückzukehren, nachdem er sie zusammengefangen hat? Weil die Versuchsleiter sich niemals bei sichtbaren Organisationen bedienen dürfen, die auf offizielle Weise arbeiten und die daher zu sehr den Kontrollen der Behörden ausgesetzt sind?
Hunde aus Rumänien auf illegale Weise wegzubringen wäre zum Beispiel eine sehr einfache Sache. Warum bereiten die Tierschutzorganisationen, die sich mit internationalen Adoptionen befassen, die Hunde aus medizinischer Sicht so gewissenhaft vor, geben große Summen aus, um die abreisenden Hunde testen, kastrieren, impfen zu lassen? Wenn der Hund schon Schlachtfleisch sein soll, zu welchem Zweck versucht man dann, einwandfreie und gesunde Tiere zu schicken?
Es ergäbe nur dann einen Gewinn, wenn die Hunde keine Ausgaben verursachen würden, ansonsten decken sich - mit den 150/200 Euro Erstattung, über die man soviel spricht- kaum die Routine-Snap-Tests und die Impfungen. Wo wäre dieser unglaublich große Gewinn? Und vor allem, wo ist die Logik.
Warum haben die Anzeigen nie zu einer Verurteilung geführt? Vielleicht gab es Geldstrafen für "nicht -konforme Transporte" ( für die wir Italiener übrigens Experten sind angesichts der Lieferwägen, die die Hunde aus dem Süden nach Norden unter verbotenen Bedingungen bringen) oder für gepfuschte Dokumente, aber es ist nie bewiesen worden, daß die Hunde in Laboratorien enden. Im Gegenzug wurden große Verleumdungskampagnen geführt, die sogar soweit gingen, die beteiligten Leute zu bedrohen.
Wieso hat die Galaxie der "Anti-Auslandsadoptionen"-Organisationen in den zwanzigjährigen Kämpfen nie einen der Privatdetektive bezahlt, die bewiesen hätten(mit Foto, Film oder Beweisen in der Hand), das der Hund Pippo aus dem Canile XXX sich dort befindet, unter entsetzlichen Qualen in einer deutschen Versuchseinrichtung? Es ist möglich, daß Banden von Menschen- , Prostituierten- und Drogenhändlern zerschlagen werden, aber nie zerschlägt man eine Bande von "Händlern von Hunden für die Vivisektion"? Sind die Pseudotierschützer vielleicht geschickter als andere Kriminelle, ihre wirklichen illegalen Aktivitäten zu verbergen?... Diese Untersuchung (wurde nie gemacht) hätte einen Beitrag zur Wahrheit geleistet, oder hat vielleicht jemand Interesse daran, das hohe Niveau der Hysterie über dieses Thema aufrechtzuerhalten, weil er - ganz einfach- nichts zu sagen hat, nichts zur Errichtung eines Konsenses, und "die deuschen Laboratorien" machen weiterhin Schlagzeilen?

Die Position von STD
Bevor ich nach Rumänien umgezogen bin, hatte ich die Gelegenheit, zwei Mailänder Tierschutzorganisationen auf einigen Reisen zu begleiten, die mit deutschen und schweizer Refugien zusammenarbeiten (eine war wirklich Diamoci La Zampa, in der Petition dieser Tage zitiert). Ich habe von ihnen einen ausgezeichneten Eindruck gewonnen (insbesondere von Deutschland, wo ich zwei Einrichtungen besichtigt habe). Kleine Refugien, beide von Familien (eine davon vegan!) geleitet, mit hohem Tierschutzstandard und großer Mitwirkung bei den sozialen und kulturellen Aktivitäten der Region. Wegen der lächerlichen Zahl von deutschen Hunden, die von den Familien wegen irgendeines Problems abgegeben werden (niemals ausgesetzt!), helfen diese Einrichtungen seit Jahren den serbischen, spanischen oder italienischen Hunden, da die Zahl der Adoptionsanfragen die Zahl der zur Vermittlung stehenden Hunde bei weitem übersteigt.

Kaum hatte ich mein Projekt in Rumänien begonnen, war ich schon mit vor dem Refugium weggeworfenen Hunden überhäuft worden und völlig verzweifelt, ich befand mich vor einer schwierigen Entscheidung: die Hunde nicht in den Norden schicken, um Polemik zu vermeiden und vielleicht mich selbst dazu zwingen, alle diese Tiere zu beseitigen, weil ich nicht wußte, wohin mit ihnen, oder die Vorurteile der hysterischen Tierschützer überwinden und die Zusammenarbeit mit dem Ausland zu suchen zum Wohl meiner geliebten Hunde? Schließlich, auch beraten von weisen Leuten wie meinem Vater, beschloß ich, daß das Leben der rumänischen Hunde mehr Wert ist als irgendeine Verleumdungskampagne oder ein hysterischer Tierschützer.
Ich traf nur eine Vorsichtsmaßnahme: um die Medien-Schlacht zu vermeiden, der ich ausgesetzt gewesen wäre, entschloß ich mich, nicht mit deutschen Tierschutzorganisationen zusammenzuarbeiten (die übrigens sehr aktiv sind in ganz Osteuropa, dem Himmel sei Dank...), sondern mich auf Skandinavien und Holland zu beschränken. Die einzige Ausnahme waren einige wenige an Diamoci la Zampa (jetzt Salva la Zampa) anvertrauten Hunde, die es uns ermöglicht hat, einen behinderten Hund wie Marisa (auf dem Foto) unterzubringen. Seit dieser Zeit hat Save the Dogs immer offen über die Zusammenarbeit mit den schwedischen oder finnländischen Partnern gesprochen, mit denen wir strenge Verträge abgeschlossen haben, in denen wir uns dazu verpflichten, gesunde, sterilisierte und verträgliche Hunde zu schicken, während - auf der anderen Seite- die Partner sich verpflichten, unsere Arbeit finanziell zu unterstützen, indem sie einen bedeutenden Anteil der von den Familien bezahlten Adoptionsgebühr überweisen und uns die Daten der Adoptanten mitteilen. Aber hier
ist ein weiterer Skandal! Warum darf es überhaupt zwischen den "no profit" Organisationen einen Geldtransfer geben?! Warum überhaupt einen Beitrag von den Familien fordern, der (zum Teil) die Betriebskosten, Sterilisation, Impfung, Entwurmung, Paß, Chip und Reisekosten....deckt!? Warum die Hunde nicht kostenlos abgeben? Wegen einer ganzen Reihe von guten Gründen.
In Nordeuropa VERMITTELT MAN KEINEN HUND KOSTENLOS.
Bei allen Tierschutzorganisationen ist es Gepflogenheit, einen Beitrag von den Adoptivfamilien zu verlangen, die Beträge sind unterschiedlich
(am höchsten in Schweden, am niedrigsten in Holland und Deutschland)
Wenn die Tierschützer im Norden hören, daß man in Italien Hunde kostenlos abgibt,
sind sie entsetzt. Im Norden gibt es zwei Optionen: die Zucht oder die Adoption. Der Rassehund kostet Tausende von Euro, der Hund einer Tierschutzorgansiation kostet nur einen Bruchteil im Vergleich zur Züchtung, (zwischen 150 bis 500 Euro, je nach Land) aber er berücksichtigt dennoch die den Tierschutzorganisationen entstandenen Kosten. Wo ist der Skandal? Lebt Non Proft vielleicht von der Luft oder braucht Non Profit Geld, um Leben zu retten und Projekte zu entwickeln?
Mit der Adoptionsgebühr erreicht man zwei Dinge: die Verantwortlichkeit der Adoptanten (ein Hund kostet etwas, er stellt auch eine finanzielle Verpflichtung dar, bist du bereit, sie zu übernehmen?) und die Möglichkeit, einen positiven Kreislauf aufrechtzuerhalten, der es weiteren Hunden ermöglicht, für die Adoption vorbereitet zu werden. Wie sonst kann Save the Dogs alle medizinischen Ausgaben decken, die es dem Hund ermöglichen, in die Sicherheit abzureisen? Wie kann die schwedische Tierschutzorganisation das Flugticket für einen Tierschützer und für die Hunde kaufen, wenn sie nicht über die Ressourcen verfügt, um das zu tun?
Wieviele Male haben wir von italienischen Tierschutzorganisationen aus dem Süden gehört, "wir können den Leishmaniose-Test, den Herzwurm-Test nicht machen oder die Hunde nicht sterilisieren lassen, die wir in den Norden schicken, weil wir kein Geld haben". Daher reisen sehr viele Tiere krank ab, oder werden nicht sterilisiert vermittelt, was unserer Meinung nach eine riskante Sache ist und unbedingt vermieden werden muß. Wenn man die Idee eines Beitrages für die Adoption akzeptiert, würde man damit nicht das Problem lösen?
Selbstverständlich ist die Grundlage von allem die TRANSPARENZ: von dem, der die Hunde unter Verwendung der Gelder, die er von den Partnern erhält, verschickt, während auf Seiten der Partner Transparenz über die Daten der Adoptanten existieren muß (die alle in unserem Besitz sind und die wir oft direkt treffen während der Besuche unseres Teams in Schweden und Finnland).
Nur die Transparenz ist die Garantie für Seriosität und Professionalität, und es ist wesentlich, daß die Zusammenarbeit dieser Art auf schriftlich festgelegten Verträge basiert, die sie regeln. Niemals einen Hund "aufs Wort" abschicken.

FAZIT

Save the Dogs fordert nicht dazu auf, Hunde auf oberflächliche Weise nach rechts und links zu verschicken ohne nachzuprüfen und zu wissen, was mit diesen Tieren geschieht, für die WIR TIERSCHUTZORGANISATIONEN VERANTWORTLICH SIND. Ihr Leben liegt in unseren Händen, und daher müssen wir es schützen... bis zum Ende. Das heißt, die Hexenjagd, die die italienische Tierschutzbewegung seit Jahrzehnten quält (mit Opfern wie Claudia Röckl oder Dorotea Fritz, denen wir vielmehr nur dankbar sein und Statuen von ihnen machen müßten), ist meiner Meinung nach unnütz und ein schädigender Verlust von wertvoller Energie und eine echte Bremse für die Entwicklung einer wirklich ausgereiften Tierschutzbewegung.
Dazu muß ich sagen, dass wir leider den rumänischen Tierschützern ähnlich sind, die sich der Tatsache sicher sind, daß die Hunde von STD nach Italien geschickt werden (an die verschiedenen Enpa oder Leghe del Cane), und daß aus ihnen Schuhe und Handschuhe geworden sind. Hier weist ein Teil der italienischen Tierschützer dieselbe Stumpfsinnigkeit auf wie die rumänischen Tierschützer, die aber zu ihrer Rechtfertigung die Tatsache haben, erst in den letzten zehn Jahren entstanden zu sein, während wir in Italien schon in der "erwachsenen Phase" sein sollten. Sara Turetta Gründerin und Präsidentin von Save the Dogs und andere Tiere

Sara Turetta
©2013 Piazzolanotizia - Riproduzione Riservata
18 MARZO"


Marisa

die rumänische Hündin, die Salva la Zampa (ex Diamoci la Zampa) an eine deutsche Hoteliersfamilie
vermittelt hat

http://www.piazzolanotizia.it/turetta-cani-allestero-basta-caccia-alle-streghe-N431.html?fb_action_ids=629478173745645&fb_action_types=og.recommends&fb_source=aggregation&fb_aggregation_id=288381481237582[/quote]

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Re: "Hundehandel" nach Nordeuropa- eine seit 30 Jahren andauernde Hysterie

Beitrag  Gast am Di 26 März 2013, 18:32

Sara Turetta dürfte schon einigen bekannt sein.
Am 8. Dezember 2012 wurde im Europamagazin eine Reportage über Straßenhunde in Rumänien ausgestrahlt.
Ein Team des deutschen Fernsehens, ARD, hat das in Rumänien einzigartige Projekt "Footprints of Joy" besichtigt und Sara Turetta interviewt über die Situation der Straßenhunde in Rumänien, die Tötungen in den öffentlichen Tierheimen (eigentlich: Tötungsstationen), die Rolle der Tierschutzorganisationen, und es wird auch ein "best practice model" gezeigt,
Sara Turettas Footprints of Joy Zentrum.

Sara hatte uns gebeten, den Programm-Tipp zu beachten und weiterzusagen:
[quote]Wenn Ihr die Möglichkeit habt, Freunde, Bekannte und andere deutsche Tierschutzorganisationen zu benachrichtigen, denn es ist wichtig, dass das viele Leute sehen...

Es wird um 16.30 h am Samstagnachmittag, den 8. Dezember im Verlauf der Sendung Europa Magazin ausgestrahlt.

Die Reportage wird am Samstag, den 8. Dezember um 16.30 h zu sehen sein, aber gleich danach wird sie auch Online gestellt unter diesem Link:

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/europamagazin/index.html

Danke Sara Turetta

www.savethedogs.eu

www.footprintsofjoy.eu
hier kann man auch die engl. Version wählen

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Re: "Hundehandel" nach Nordeuropa- eine seit 30 Jahren andauernde Hysterie

Beitrag  Gast am Di 26 März 2013, 18:34

Die Stumpfsinnigkeit ist international:

Dazu muß ich sagen, dass wir leider den rumänischen Tierschützern ähnlich sind, die sich der Tatsache sicher sind, daß die Hunde von STD nach Italien geschickt werden (an die verschiedenen Enpa oder Leghe del Cane), und daß aus ihnen Schuhe und Handschuhe geworden sind. Hier weist ein Teil der italienischen Tierschützer dieselbe Stumpfsinnigkeit auf wie die rumänischen Tierschützer, die aber zu ihrer Rechtfertigung die Tatsache haben, erst in den letzten zehn Jahren entstanden zu sein, während wir in Italien schon in der "erwachsenen Phase" sein sollten.
zitiert aus obigem Artikel

Es gibt stumpfsinnige Rumänen, die den Italienern vorwerfen, ihre Hunde nicht in die nordischen Länder zu vermitteln, sondern aus ihnen Schuhe, Handschuhe zu machen.
Ha, das kennen wir doch auch!
Es gibt stumpfsinnige Italiener, die den Deutschen dasselbe vorwerfen und wegen der Nazivergangenheit kommt auch der Vorwurf, sie ins Versuchslabor zu schicken,
wir würden aber auch Sex mit ihren Hunden zu unserem Lebensstil machen,
und die abstruse Behauptung, italienische Hunde würden zu Haustierfutter verarbeitet.
Und es gibt stumpfsinnige deutsche Pseudo-Tierschützer, die ihren ausländischen Kollegen in nichts nachstehen...


Und hier ein paar Kommentare zu obigen Artikel, die die Stimmung sehr gut wiedergeben (von mir teilweise gekürzt).

Übrigens, hier müssen sich Italiener und Holländer gegen Diffamierungen wehren, aber das betrifft uns genauso.
Die Diffamierung der seriösen Tierschutzarbeit geht uns alle an!

Kommentar einer Italienerin:
Abgesehen von der tiefen Traurigkeit, die mich ergreift, wenn ich lese, daß einige immer noch an diesem Punkt zurückgeblieben sind, wenn sie über nur aus der Luft gegriffene Vermutungen (nicht wahr?) reden, ich würde gerne
verstehen, was wirklich der Vorteil der Verleumder (weil es nur darum geht) der seriösen und gewissenhaft Arbeit von Save the Dogs ist.
....
Es ist so einfach, Dummheiten von sich zu geben und es kostet soviel Einsatz, die Absurditäten zu widerlegen:
auf daß diese oberflächlichen, leichtsinnigen Leute wissen, daß diese ganze Zeit tatsächlich für die Arbeit zugunsten Tiere verlorengeht.

Kommentar einer Italienerin
Via Facebook ist es schwierig zu begreifen, wo der Mythos endet und die Wirklichkeit beginnt...

Kommentar einer Italienerin
ich frage mich.... aber warum läßt man sie nicht in Frieden ihre Arbeit machen, wer wie du sein Leben diesen Tieren widmet... für Dummheit und Neid gibt es kein Heilmittel...leider... geh deinen Weg... er ist der richtige...

Kommentar einer Italienern:
Leider sind manchmal (wie ich schon bei anderen Gelegenheiten wiederholt gesagt habe) viele Tierschützer mehr von sich selbst und ihrer eigenen Emotionalität eingenommen als von der Suche nach dem Wohlergehen der Tiere...
um nicht von der Realität zu sprechen, daß sich bestimmte Orgas oder Tierschützer bei der politischen Macht einschmeicheln...was soll man dazu sagen? Wie immer hat der, der gut arbeitet, viele Verleumder (und du bist ein Beispiel dafür)... in allen Bereichen des Lebens.. nur Mut! .... Am Ende siegt die Wahrheit immer!!!

Kommentar einer Italienerin:
Die Hysterie in diesem Land ist leider gerade im Tierschutz, wie auch im Umweltschutz und in der Politik vorzufinden. Haltet durch, wir wissen, daß es nicht leicht ist, aber wir werden eure Arbeit mit den Organisationen Nordeuropas für das Wohl der rumänischen Hunde, zum Wohle eines kulturellen Wachstums aller voll und ganz unterstützen.

Kommentar einer Holländerin:
UND ICH HOFFE DASS DIE FALSCHEN LEUTE ENDLICH IHREN MUND HALTEN !!!

Kommentar einer Holländerin:
Das Streunerphänomen ist in Italien schon ein großes Problem ohne Ende und in diesem Augenblick wächst es noch weiter und jeder Hund, der in den Norden in eine Familie geht ist immer besser dran als auf der Straße in Italien! An die Leute die schlecht reden, sie täten besser dran, all ihre Energie auf die italienische Regierung zu richten und zu versuchen, mit ihnen eine Lösung zu suchen, um die Streuner und die Tiere der armen Familien gratis zu sterilisieren und zu kastrieren!!!

Komment. einer Italienerin:
Machen wir weiter ohne uns von dem endemischen Pessimismus ablenken zu lassen. Wir, du und ich, wir wissen wo sich unsere kleinen aus der rumänischen Hölle geretteten Freunde befinden: wir haben von ihnen regelmäßig Nachrichten und viele sehen wir mit unseren eigenen Augen, wie sie endlich ein würdiges und sicheres Leben leben. Es wäre ein Verbrechen, wollte man uns daran hindern, Gutes zu tun aus Angst, daß etwas Unschönes passieren könnte: es ist die bekannte Geschichte des Kindes, das man zusammen mit dem schmutzigen Wasser ausschüttet.

Kommentar einer Holländerin:
Im Allgemeinen denken die Italiener schon schlecht über eine Person, die umsonst arbeitet... als Ehrenamtliche etc. Auch wenn sie nichts zu tun haben... ohne Arbeit ...immer noch besser die Hände in den Taschen als eine nicht bezahlte Arbeit... ABER WENN DU EINE UNBEZAHLTE ARBEIT MACHST, SAGEN SIE, DANN MUSS ES EINEN WEG GEBEN, MIT DEM DU (dabei) VERDIENST!!!
Und dann, wenn ein Hund ins Ausland abfährt, sagen sie jene Gelder ... hast du den Verdienst gesehen? Aber keiner dieser "im Geist kranken" Leute wissen, wieviel bezahlt werden muß vor der Abreise eines Hundes.. Paß... Microchip... Medikamente.. Imfpungen...tierärztl. Check.. etc. und zusätzlich das Ticket für den Flug. Wenigstens zahlen das gewöhnlich die Adoptivfamilien... wenn sie das nicht zahlen können, haben sie auch kein Geld, einen Hund zu halten... so funktionert es als Kontrolle.. und von diesem Geld bleibt nichts übrig, nun man muß mehr Geld reinstecken in die ehrenamtliche Arbeit... und das nennt man ADOPTION, nicht verkauft!!!! Nennt man ein adoptiertes Kind auch verkauft???? Und all das Elend, weil du eine Arbeit gratis machst!!!
.... laß die Leute ohne Hirn und ohne 100 % informiert zu sein reden....!

Kommentar einer Italienerin:
Ich habe mehrere Male geschrieben, was mich an dieser Geschichte ärgert, daß Deutschland diffamiert wird, ich fahre oft dorthin, ich habe Freunde, die italienische Hunde aus den Canili aufgenommen haben. In der Stadt, in die ich fahre, dort gibt es keine Katzenkolonien, wenn man sie findet, gehen sie sofort auf eine Pflegestelle bis zur Adoption. Betrachten wir doch das, was in unseren Canile-Lagern passiert, unsichtbare Hunde zu was für einem Leben verurteilt.


Wer hat vorgestern im 3Sat die bedrückende Reportage "Die Akte Berlusconi" (eigentlich von ARTE, schon mal vor 3 Jahren ausgestrahlt) gesehen?
Wenn sie sich vom Berlusconismus, aus den Sumpf von Korruption und Rechtlosikeit, nicht befreien können, wird Italien ein Dritte Welt Land, eine Bananenrepublik.
Viele anständige Italiener haben schon resigniert und sind in eine zynische Gleichgültigkeit (menefreghismo) abgetaucht.
Wir werden dann wieder davon hören, wenn die Bananenrepublik zur Eurorettung ansteht.

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Re: "Hundehandel" nach Nordeuropa- eine seit 30 Jahren andauernde Hysterie

Beitrag  Gast am Di 26 März 2013, 18:57

(zum Kommentar, daß in Italien Hysterie herrsche in den Bereichen wie Tierschutz, Umweltschutz, Politik)
Ich stimme dem zu und: Was in der Tierschutzbewegung fehlt, ist ein Überblick über die Wirklichkeit. Man kultiviert den Absolutismus, den Antagonismus und so endet man oft dabei, nichts mehr zu verstehen.


ital. Tierschützer:
...Medienrummel ohne Hand und Fuß...

Eigentlich könnte man über die vielen Dummheiten lachen. Wir sind sogar beschuldigt worden, Hunde nach Deutschland zu bringen, um aus ihnen Hamburger und Hot Dog zu machen und sie zur Vivisektion abzugeben. Es wäre zum Lachen, wenn diese Leute uns nicht kostbare Zeit stehlen würden, die unserer wichtigen Arbeit abgeht. Danke für Deinen Artikel.

Danke für deine Klarheit, Sara, für deine Offenheit und intellektuelle Redlichkeit und danke vor allem für all die Leben, die du jeden Tag rettest.

Jetzt lachen wir nicht mehr.

Jetzt sind wir wirklich angefressen und haben es satt.

Genug mit dieser Hexenjagd auf Kosten der Tiere.

Sara antwortet:
Nur Mut Mädels! Ich werde nie aufhören, diese Konzepte zu wiederholen und die zu verteidigen, die Adoptionen auf seriöse Weise machen, wohin auch immer. Wir sind noch zu provinziell und verschlossen, anders als Europa... aber mit der Stärke, dem entgegenzustehen, werden wir es schaffen. Gute Arbeit! Und macht weiter!

ital. Tierschützerin:
Ich unterschreibe jedes einzelne Wort auf dieser Pinnwand. Der Tier-Terrorismus schadet den Tieren mehr als die verbreitete Gleichgültigkeit.


Gast
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