Unterkühlung und Erfrierung

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Unterkühlung und Erfrierung

Beitrag  Gast am Do 07 März 2013, 15:29

Unterkühlung

Ein gesunder Organismus gleicht im allgemeinen starken Wärmeentzug durch Steigerung seines Stoffwechsels aus.

Unter Unterkühlung versteht man das Auskühlen des Körpers durch niedrige Außentemperaturen, nasse Körperoberfläche und starken Wind, Kreislaufversagen und durch Aufnahme von kalten Wasser, (unter 5°C).

Der Körper ist nicht mehr in der Lage, die Körpertemperatur selbst zu regulieren.

Bei niedrigen Außentemperaturen pumpt der Organismus weniger Blut in die oberflächlichen Gefäße, damit das Abkühlen des Blutes verhindert wird. Dadurch ist das Gewebe weniger stark durchblutet und es kommt zu lokalem Sauerstoffmangel. Es sind besonders die Nase, Ohren, Extremitäten, männliche Geschlechtsorgane, Schwanzspitze.

Die Körperfunktionen verlangsamen sich, es tritt ein allgemeiner Sauerstoffmangel im Organismus ein, was in seltenen Fällen zum Tod des Tieres führen kann.

Erste Hilfe – Maßnahmen

- das Tier an eine warmen Ort bringen
- das Tier in eine Decke wickeln
- Wärmflasche mit unter die Decke (nicht direkt auf das Tier – Verbrennungsgefahr)
- die Temperatur messen
- Überprüfen ob das Tier frei atmen kann.
- dem Tier angewärmtes Wasser anbieten (bewusstlosen Tieren kein Wasser einflößen).
- Tierarztbesuch

Ein stark unterkühltes Tier nicht zu schnell erwärmen und auch nicht zu starker Hitze aussetzen z.B. durch ein Heizkissen, sonst kann durch plötzliches Erwärmen der oberflächlichen Blutgefäße die Durchblutung lebenswichtiger innerer Organe beeinträchtigt werden, wodurch Lebensgefahr für das Tier bestehen kann.

Erfrierung

Unter Erfrierung versteht man eine Schädigung des Gewebes durch Kälte. Erfrierungen werden gefördert durch Einwirken von Feuchtigkeit z.B. die Nasenerfrierung und Wind. Besonders gefährdet sind auch hier wieder die Nase, Ohren, Extremitäten, männliche Geschlechtsorgane, Schwanzspitze. Die betroffenen Hautbezirke fühlen sich kalt an, sind blass, teilweise bläulich und schmerzunempfindlich.

Abhängig vom Schweregrad der Erfrierung kehrt das Gefühl nach Erwärmen zurück, sodass sich die Haut rötlich verfärbt.

Einteilung der Erfrierungen

Bei Erfrierung ersten Grades

- kommt es nach der Wiedererwärmung zu Rötung, Anschwellung, Juckreiz und leichten
Schmerzen an der betreffenden Stelle.

Bei Erfrierung zweiten Grades

- kommt es sofort/oder nach einigen Stunden zur Bildung von Blasen, die aber meist
ohne Narbenbildung abheilen.

Bei Erfrierung dritten Grades

- stirbt die Haut ab, es bilden sich blaurote Blasen aus, die Haut löst sich mehr oder
weniger ab.

Erste Hilfe – Maßnahmen

- das Tier an einen warmen Ort bringen.
- das Tier in eine Decke einwickeln.
- eine Wärmflasche mit unter die Decke legen. Nicht direkt auf das Tier.
- die betroffenen Körperstellen langsam mit warmen Wasser erwärmen, auf keinen
Fall heißes Wasser.
- die Wunde gut abtrockne, keinesfalls rubbeln und reiben. Es muss auch verhindert werden,
dass das Tier die betroffene Stelle ab leckt (Infektionsgefahr)
- je nach schwere der Erfrierung den Tierarzt aufsuchen.


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