Schock

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Schock

Beitrag  Gast am Do 07 März 2013, 15:28

Der Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand !!!

Unter Schock versteht man die ungleiche Verteilung des Blutes zwischen dem Fassungsvermögen der Blutgefäße und dem zirkulierenden Blutvolumen. Es kommt zu einer unzureichenden Blutversorgung lebenswichtiger Organe (Gehirn, Nebenniere) und damit zu deren Funktionsstörung.

Schock entsteht immer als Folge von Krankheitsursachen, ist nie die Ursache selbst.

Die Erkennung und die Behandlung eines Schocks muss bei Erste Hilfe – Maßnahmen immer an erster Stelle stehen.

Schockformen

Bei jeder Erkrankung oder Verletzung besteht die Möglichkeit, dass sich ein Schockzustand entwickelt.
1. Kardiovaskulärer Schock (Herzversagen)
Entsteht als Folge von Schädigung des Herzens durch akute und chronische
Herzerkrankungen oder äußerliche Einwirkungen

2. Hypovolämischer Schock (Flüssigkeitsverlust)
Entsteht als Folge von starkem Blut- bzw. Flüssigkeitsverlust z. B. durch äußere und innere
Verletzungen, anhaltende Durchfälle, Erbrechen, Verbrennungen, Erfrierungen

3. Septischer Schock
Tritt häufig bei Jungtieren als Folge von schwerwiegend bakteriellen Infektionen auf.

4. Anaphylaktischer Schock (Allergie)
Entsteht als Folge von allergischen Reaktionen

5. Neurogener Schock (Nervenstörungen)
Entsteht durch starke Schmerzen, Schädelverletzungen, Zerrung der Eingeweide,
Quetschung der Hoden, extrem psychische Belastungen bei Unfälle

Anzeichen

Die auslösenden Faktoren für einen Schockzustand sind zwar sehr verschieden, doch sind die Symptome nahezu gleich, sie können einzeln oder in Kombinationen auftreten:

- Besonders zu achten ist auf allgemeine Schwäche, Bewegungsunlust oder -unfähigkeit.
- Der Hund macht einen leicht abwesenden und geschwächten Eindruck.
- Es kommt zu Verlust des Stehvermögens, Durst, eventuell Erbrechen.
- Bei schweren Schockzuständen kann das Tier auch bewusstlos werden.
- Die Hauttemperatur ist herabgesetzt besonders an Nasen, Ohren und Augen, die
Schleimhäute (Zunge, Zahnfleisch) und die Haut sind blass bis bläulich verfärbt.
- Der Hund atmet schnell und oberflächlich.
- Erhöhte Herzfrequenz

Erste Hilfe – Maßnahmen

- Den Hund in die Seitenlage bringen
- Sofern das Tier noch in der Lage ist selbständig zu trinken, Flüssigkeit anbieten
- Den Kopf des Tieres strecken und darauf achten, dass der Hund frei atmen kann eventuell
Zunge hervorziehen, Erbrochenes entfernen).
- Den hinteren Körperteil hoch (Polster unterlegen).
- Das Tier in eine Decke oder Wärmefolie wickeln, um es warm zu halten (da die
Wärmeregulation des Körpers nicht mehr ausreichend funktioniert).
- Starke Blutungen müssen gestoppt werden.
- ganz wichtig und auch unerlässlich ist der Tierarztbesuch !!

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