Krampfanfälle (Epilepsie)

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Krampfanfälle (Epilepsie)

Beitrag  Gast am Do 07 März 2013, 14:26

Plötzlich auftretende kurze Kontraktionen der Muskulatur, die oft schnell wieder vorübergehen, bezeichnet man auch als Krampfanfälle. Sie können jederzeit wieder spontan auftreten. Als Epilepsie wird der Zustand bezeichnet, bei dem Krampfanfälle spontan auftreten.

Epileptische Anfälle entstehen durch eine Störung der Gehirnfunktion, ausgelöst durch abnormale elektrische Entladungen des Gehirns, bei denen die normalen Gehirnfunktionen gestört wird. Diese Abnormalitäten können durch/werden durch übererregbare Nerven verursacht.

Epilepsieformen

Primäre Epilepsie:
Hierbei handelt es sich um eine angeborene Krankheit, wobei die Ursachen weder klinisch noch pathologisch festgestellt werden können.

Sekundäre Epilepsie:
Hierbei handelt es sich um die Folge von anderen Erkrankungen.

Ursachen können z. B. sein:
- Kopfverletzungen wie Gehirnerschütterungen,
- Tumore,
- angeborene Störungen wie z. B. der Wasserkopf,
- Infektionen wie z. B. Staupe,
- Entzündungen des Gehirns, verursacht durch einen Zeckenenbiss,
- Stoffwechselstörungen
- Vergiftungen

Anzeichen
Vor einem Anfall sind die Tiere extrem unruhig, manchmal sehr ängstlich, oder sie machen einen sehr verwirrten Eindruck.

Der eigentliche Anfall tritt sehr plötzlich auf. Meist sind die Tieres bewusstlos, liegen auf der Seite oder in seltenen Fällen sitzen sie in angespannter Körperhaltung. Der Beginn eines Krampfanfalles zeigt sich zuerst dadurch, dass die Gliedmaßen einige Sekunden lang starr gestreckt sind, dann folgen Kaubewegungen verbunden mit speicheln und Schaum tritt aus der Maulhöhle, und die Tiere fangen an mit den Gliedmaßen zu "rudern".

Der eigentliche Krampfanfall kann einige wenige Minuten bis mehrere Minuten andauern.

Die Tiere setzen unter Umständen unwillkürlich Harn und Kot ab.

Das Tier kann auch noch mehrere Tage nach einem Anfall verwirrt sein.

Wenn Anfälle in kurzen Abständen immer wieder auftreten oder länger als 15 Minuten andauern, bedeutet das Lebensgefahr für das Tier.

Wichtig: Der Tierarzt sollte immer kontaktiert werden!!!

Erste Hilfe – Maßnahmen

- Das Tier darf während eines Anfalles nicht bewegt werden.
- Die Bewegungen der Beine keinesfalls stoppen.
- Alle Gegenstände entfernen, die das Tier verletzen können.
- Ruhe bewahren und zusätzlichen Lärm wie Radio/ Fernseher usw. verhindern.
- unverzüglich den Tierarzt unterrichten, da es ein Notfall ist
- Anfall abwarten, dann das Tier unverzüglich dem Tierarzt vorstellen.

Maßnahmen zur Linderung kann nur durch einen Tierarzt erfolgen.

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