Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am Mo 22 Feb 2016, 11:14

Was lange währt, wird endlich gut: Picco hat sein Heim gefunden und wird kommenden Samstag abgeholt. Er zieht zu einer ganz besonders netten Familie in den Westerwald, wo ihn nicht weniger Natur und Freilauf erwarten als im Wurmtal. Das wird ihm den Übergang sehr erleichtern. Wir hier sind natürlich traurig, uns von diesem Traumhund nach 11 Monaten trennen zu müssen, das wird ganz bitter. So ist es halt, wenn man sich hartnäckig dem "V" in "PS" verweigert.
Ich denke, auch Bella wird ihn vermissen. Die beiden haben toll miteinander harmoniert. Zum Abschluss noch ein Bild:


Mach's gut, lieber Picco, dein Platz in unserem Herzen bleibt immer reserviert! --Andreas
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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am So 17 Jan 2016, 13:09

Schon eines der allerersten Bildern, die ich je von Piccolo (damals noch namenlos, später Brad) gesehen habe, zeigte einen kleinen Bretonen im Schnee. Und das, obwohl er ursprünglich aus Süditalien stammt und die Bilder da aufgenommen worden waren. Bei uns ist er mit Schnee noch weniger verwöhnt. Den bekommen wir höchsten dann, wenn im Rest Deutschlands bereits das massive Winterchaos herrscht. Immerhin, heute Nacht hat es ein paar Flocken gegeben. Picco ist beinahe ausgeflippt vor Übermut.




Nein, er bekommt bei uns keine Drogen, aber auf "speed" war er heute durchaus.


Bei seinen Balancier-Übungen war er wieder konzentriert bei der Sache.

Er ist ja wirklich furchtlos bei solchen Dingen. Oder er überwindet tapfer seine Furcht, weil er seiner Bezugsperson vertraut.

Ob wir nochmal Winter bekommen, vor Pfingsten? Picco zeigt jedenfalls hier, dass er gerne den Schnee stäuben lässt.



Ach ja: Er wartet noch immer auf "Family Right". Schönes Winter-Wochenende von uns allen!  --Andreas
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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am Sa 28 Nov 2015, 16:01

Heute nach langer Zeit mal wieder ein kurzes update von Picco. Richtig Neues gibt es nicht. Insbesondere haben sich die richtigen Interessenten immer noch nicht gemeldet. Ich bin nicht sicher, wie sehr Picco das bedauert. Auf jeden Fall sehr schade ist es für seinen Nachfolger, wer immer das auch sein mag. Denn Picco besetzt natürlich den einen Pflegeplatz, den es bei uns im Wurmtal gibt, solange bis er vermittelt ist.


Den Rest des Sommers haben wir sehr mit ihm genossen, und seine Gewohnheit, beim Spaziergang bei passender Gelegenheit eine kurze Runde zu schwimmen, hat er beibehalten.

Er ist ein absolut geländegängiger Hund.


Gerade jetzt im Herbst passt er auch farblich hervorragend in die Landschaft.


Seine großen Leidenschaften sind Toben


und Schnüffeln.


Gern ist er auch zu kleinen Kunststückchen bereit. Denn er ist ein gelehriger Hund, der seinem Pflegeherrle gern gefallen möchte.




Ein tapferer und schwindelfreier Kletterer mit wagemutigen Sprüngen ist er schon lange.
   

Seine Adoptanten müssen sich darauf einstellen, dass sie ihm vertrauensvoll einen großen Aktionsradius einräumen müssen. Dank einem starken Tele kann man ihn auf dem nächsten Bild gut erkennen, aber mit bloßem Auge war das kaum noch möglich.

Dafür bekommen sie einen Hund, der sich auch aus dieser Entfernung hervorragend zurückrufen lässt. Ist wirklich niemand bereit für diesen wunderbaren Begleiter in die Natur?
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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am Mo 10 Aug 2015, 16:23

So, Urlaub vorbei. Picco hat es gut gefallen, viele neue Eindrücke gesammelt, Erfahrungen gemacht und gelernt, damit gelassen umzugehen. Er war ein wunderbarer Begleiter!

Bei der gewaltigen Hitze sah man ihn oft beim Abkühlen im Bodenseen und anschließendem Abtropfen




Beim entspannten Warten in der Hitze hat er meistens ein schattiges Plätzchen gefunden


Aber auch von stürmischer Gischt hat er sich nicht schrecken lassen.


Bei Bootsfahrten war ihm anfangs gar nicht so wohl, vor allem nicht vom Magen her


und auch gar nicht in der schwankenden Kabine der Bergbahn.


Beim nächsten Mal auf dem Boot hatte er sich schon dran gewöhnt.


Überall, wo Hunde erlaubt sind und er deswegen mitdurfte, war er ein freundlicher, disziplinierter und geduldiger Begleiter, der keinerlei Ärger verursachte. Hier im Freilicht-Museum bei den Pfahlbauten in Unteruhldingen:


Besonders toll war es mit ihm und für ihn bei Bergwanderungen.




Er folgte Pflegeherrle auf allen Wegen, auch da, wo es richtig steil wurde.


Keinen Gipfel hat er je ausgelassen.


Flink war er und geschickt. Vermutlich ist bei ihm eine Bergziege vor nicht allzu vielen Generationen eingekreuzt worden.




Rasten zur Erfrischung gab es zuhauf


und Picco konnte sich innerlich wie äußerlich an frischen Bergquellen oder gar in Bergseen abkühlen




Es ist kaum zu glauben, dass er immer noch seine Endstelle suchen muss. Sogar für Golf-Enthusiasten käme er in Frage. Zumindest beim SwinGolf, einer weniger mondänen Variante des Golfsports, haben wir das erfolgreich getestet.


Träum weiter, kleiner Picco, von deinem zukünftige Daheim: Du bist jedenfalls bestens dafür gerüstet!

--Andreas
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Sommer am Bodensee

Beitrag  Wurmtaler am Sa 11 Jul 2015, 14:46

Wenn Picco dieser Tage seiner Lieblingsbeschäftigung nachhängt, nämlich feinen Gerüchen in der Natur hinterherzuspüren,


dann tut er das wieder am Bodensee.


Da verbringt er den Sommer zusammen mit Bella und seiner Pflegefamilie.


Die beiden haben viel Spaß miteinander


selbst wenn der Ton manchmal etwas rau wird


Tatsächlich harmonieren die beiden so verschiedenen Hunde nicht nur vom Farbton im Kopf-Brust-Bereich.


Sondern suchen sogar beim Erholen den Körperkontakt


Beim Toben in der Hitze zeigt sich die erstaunliche Länge und Beweglichkeit von Piccos Zunge, die sogar die seiner Ohren übertrifft


Nur nicht aus Versehen zubeißen!


Aber öfters mal die Seite wechseln


Entspannte Rast muss auch mal sein, während Pflegeherrle die Gegend genießt.


Seine Zunge befähigt ihn auch in anderen Situationen zu beachtlichen Leistungen.

Der Joghurt-Becher ist anschließend sauber. Dennoch gut, dass die Ferienwohnung eine Spülmaschine hat!  --Andreas

Übrigens: Potentielle Interessenten, denen der Weg ins Wurmtal (Nähe Aachen) zu weit ist, sind herzlich eingeladen, Picco in Überlingen kennen zu lernen!
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Glühwürmchen und Kühe

Beitrag  Wurmtaler am Mi 01 Jul 2015, 16:18

Wenn Bella, Picco und ich derzeit durchs Wurmtal streifen, dann ist es in der Regel entweder sehr früh am Morgen, oder schon in der Nacht. Gerade die Nacht hat im Moment einzigartige Reize: Nahezu Vollmond, die beiden hellen Planeten Venus und Jupiter in unmittelbarer Nachbarschaft:


und dazu an jeder dunkeln Ecke Dutzende von Glühwürmchen. Die entziehen sich naturgemäß fast vollständig fotografischen Bemühungen, aber immerhin hat hier eines seine markante Leuchtspur in meiner Kamera hinterlassen, und (zumindest auf meinem Monitor) kann man dazu die Kulisse des Waldes erahnen.


Mit Blitz hatte ich gar keinen Erfolg: Egal wie niedrig ich die Blitzintensität wähle, es wird alles überstrahlt. Und wenn man die Belichtung so kurz wählt, dass die Würmchen als Punkt und nicht als Kometenschweif erscheinen,

sieht man von der Umgebung überhaupt nichts mehr. Wenn ich dagegen etwas Hintergrundbeleuchtung mit Hilfe der Stirnlampe versuche, schalten die dummen Viecher rasch ihr eigenes Licht ab. Nur wenn sie, vermutlich vom erfüllenden Liebesspiel vollständig ermattet, auf dem Waldboden Erholung suchen und wahrscheinlich einfach viel zu müde sind, um sich noch um Licht- und Energieverschwendung Gedanken zu machen, dann kann ein Foto gelingen, was wenigstens Wurm und Glühpunkt gleichzeitig zeigt.

Welch finstere Gedanken die Spinne wohl beim Anblick des lecker leuchtenden Glühwürmchens hegen mag?

Wenn jetzt jemand auf die Idee mit einem Stativ kommen sollte: Nein, ich werde nicht noch mit so einem Trum durch das nächtliche Wurmtal laufen, wo ich eigentlich schon genug damit zu tun habe, den von einem langen langweiligen Tag aufgestauten Bewegungsdrang von zwei sportlichen Hunden in die rechte Bahnen zu kanalisieren.

Außerdem wollen wir die Nächte genießen und nicht mit langwierigen Foto-Versuchen verderben. Es verstehe wer wolle, warum wir in so wunderschönen Nächten im Wurmtal fast nie einer Menschen- oder Hundeseele begegnen. Am Morgen ist das schon eher nachvollziehbar, denn da ist es teilweise schon SEHR früh. Außerdem ist es bei uns noch nicht derartig heiß, dass die morgendliche Kühle schon als angenehm empfunden werden könnte.

Gestern aber trafen wir einen fröhlichen kleinen Gesellen mitsamt Frauchen, die trotz der Tageszeit weder mürrisch war, ganz im Gegenteil,  noch unter der üblichen Zeitknappheit zu leiden schien.


Es stellte sich heraus, dass auch dieser kleine Retriever-Mischling aus dem Tierschutz stammt, irgendwo aus Osteuropa, und nachdem er sich mit Picco gut zu vertragen versprach,


durfte er kurz von der Leine. Was folgte, ging erst langsam los,


nahm dann rasche Fahrt auf


und war gleich darauf viel zu schnell, um bei den gegebenen Lichtverhältnissen noch zu scharfen Fotos führen zu können.


Als die zwei dann in dem dämmerigen Wald verschwanden,


wurde Frauchen sichtlich nervös, obgleich es die Seite vom Weg war, auf dem die Rehe nicht zu finden sind. Selbst machte ich mir überhaupt keine Sorgen, denn in derlei Situationen kann ich Picco blind vertrauen. Der haut nicht ab, und wenn ausnahmsweise mal doch, kommt er rasch wieder zurück. Ich habe ihn halt gerufen, und zum Glück kam sein Kumpel gleich mit und musste dann den Rest vom Morgenspaziergang wieder an der Leine absolvieren.

In einem früheren Leben wurde Picco als Rüden-inkompatibel beschrieben, und das, obwohl dem Tierheim klar ist, dass mit so einem Label die Vermittlungs-Aussichten rapide schwinden. Deswegen bin ich sicher, dass sich Picco seinen Ruf hart, ausdauernd und überzeugend erarbeitet hat. Jetzt könnte ich natürlich erzählen, wie sich durch ebenso harte und ausdauernde Arbeit von Bella, unserer Hundetrainerin und von mir die Situation allmählich gebessert und nach und nach perfektioniert hätte. Das wäre aber eine faustdicke Lüge. Wie nicht selten bei Hunden aus dem Tierschutz, zumal aus dem Auslandstierschutz, haben sich bei Picco Verhaltensauffälligkeiten mehr oder weniger von alleine und fast vollständig gegeben, sobald er das Gefühl hatte, ein vollwertiges wenngleich rangniedriges Mitglied in einem ganz erfolgreichem mittelständischen Rudel mit gutem Arbeitsklima und ordentlicher Kantine geworden zu sein. (Dass er nur einen befristeten Arbeitsvertrag hat, der jederzeit gekündigt werden kann, scheint ihm nicht so recht bewusst zu sein.)

Wobei ich nicht verschweigen möchte, dass Picco an der Leine  durchaus noch mürrisch reagiert, wenn er an einem großen anderen Hund vorbei soll. (Und das kann einigermaßen lästig werden, insbesondere am Fahrrad.) Da versuchen wir schon noch, an Verbesserungen zu arbeiten. Andererseits kann man wirklich nicht sagen, dass Picco hierbei aus der Masse der mir bekannten Rüden sonderlich negativ herausragt. Im Gegenteil, da haben wir noch ganz andere Kläffer und Geiferer hier in der Umgebung.

Nachdem Picco sich also fürs erste ausgepowert hat, stellt sich die Frage, ob er es schafft, auf diesen Baumstumpf heraufzukommen (der beredtes Zeugnis von einem der vielen Stürme in der letzten Zeit ablegt).


Taraaa!


Mit gewaltiger Sprungkraft, die dennoch wohldosiert sein muss, sonst geht es auf der anderen Seite gleich wieder abwärts, hat sich der Bretone elegant hinaufgeschwungen und erfreut sich jetzt unverkennbar stolz an Pflegeherrles überschwänglichem Lob.

Wobei ihm Lob und Streicheln tatsächlich lieber sind als Leckerli, zumindest im Freien. Im Haus kehrt er viel eher das hungrige, stets unterernährte Hunderl heraus, wozu sich Bella jederzeit energisch und leidenschaftlich bekennt.

Das Sheltie-Mädchen zeigt sich hier weniger als Meisterin der Sprungkraft als vielmehr des morgendlichen Licht- und Schatten-Spiels.


An der Wurm ist es schon viel heller als im Wald


obwohl in den Uferböschungen noch Nebelreste hängen. Hier hat jemand an unzugänglicher Stelle eine Gedenkstätte für seinen kürzlich verstorbenen Hund eingerichtet. Bis gestern Nacht hat die Kerze noch gebrannt. Es ist wohl so, dass nicht nur Bella und unsere Pflegehunde gerade diese Stelle an der Wurm besonders lieben.


Picco kämpft sich derweil durch das Grün der überschäumend fruchtbaren Ufervegetation.


Warum schaut er aber so grimmig? Just auf der Wiese, auf der er so gerne tobte und Zecken einsammelte, sind jetzt andere Tiere die Könige des Terrains.

Picco mag sich darüber ärgern, aber mich freut, wie gelassen er inzwischen mit den Rindviechern umgeht, nachdem ihn vor wenigen Wochen noch jedes Kälbchen an den Rand eines Herzinfarktes gebracht hat (und mich beinahe auch).  --Andreas
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Weiterhin Sommer

Beitrag  Wurmtaler am So 14 Jun 2015, 22:02

Natürlich gleichen sich Piccos Bilder aus dem Wurmtal. Werden sie deswegen langweilig? Er macht aber auch schöne Fortschritte, und das soll der Anlass sein für die Fortsetzung seines Tagebuchs.

Heute hat er eine Tiefbautätigkeit aufgenommen, sofort nach dem ersten Abkühlungsbad in der Wurm. Die tiefste Position seines Schädels ist fotografisch noch nicht mal dokumentiert. Er wähnt sich wohl in bester Tradition des Wurmtals, wo für viele Jahrhunderte der Kohle-Abbau daheim war.


Pflegeherrle ist nicht richtig begeistert. Wäre es nicht sinnvoller, sich erst dreckig zu machen und dann mit dem klaren, fließenden Wasser einen Reinigungsversuch zu unternehmen?

Picco überlässt die Reinigungsfunktion dem feuchten Gras. Das klappt auch ganz gut.


Dann aber ist Picco entwischt. Es ist Pflegeherrles Schuld, weil er ins Gespräch vertieft war mit Pflegefraule, die heute ausnahmsweise die Meute begleitet. Picco hat sich aufs andere Ufer davongemacht, das für einen Bretonen, der alleine ist, eigentlich streng tabu sein sollte. Mit einem Optimismus, in dem gewaltige Zweifel mitschwingen, beginnt Pflegeherrle zu rufen, und zum Glück folgt Picco prompt und kehrt brav über die Brücke zurück.


Durchs Rehgebiet sind wir anschließend sehr diszipliniert geschritten. Wer den Anfängen wehrt, kann Picco gut vom Jagen abhalten. Aber dann …


Die Mietze liegt da auf dem Dach und sonnt sich. Da oben ist sie in absoluter Sicherheit. Dennoch, sie wirkt ein wenig angespannt, oder nicht?
Der Grund dürfte ein Bretone sein, der momentan völlig außer Rand und Band ist.


Nein, das ist gar nicht lustig, sich in derart unfairer Höhe und dennoch ostentativ gut sichtbar eine gemütliche Stunde zu machen, während ein braver und eifriger Jagdhund sein Bestes tut, das Kätzlein zur Flucht zu motivieren.


Auf dem vorletzten Bild seht ihr im Hintergrund schon unseren Avatarfelsen, und auf dem nächsten Bild Picco auf eben diesem Felsen posieren. Die beiden Bilder sind mit einer Minute Abstand fotografiert.


Picco schaut zurück in Richtung Katze, aber ist bereits völlig entspannt. Sehr angenehm für Pflegeherrle! Ich muss da an einen anderen unvergessenen Pflegehund zurückdenke: Wenn ich den katzenbedingt an die Leine nehmen musste, dann ist er bisweilen noch 200 m weiter schnurstracks zurückgaloppiert, um die Katze doch noch zu erwischen.

Mit Picco ist das Leben erheblich unkomplizierter. So kann Pflegeherrle in aller Gemütsruhe Fotosession betreiben, bei der selbstverständlich auch Bella ihre Model-Talente zeigen soll. Ein bisschen Föhnen und Pfotenmaniküre vorher hätte indessen schon sein dürfen!


Weiter geht es wieder zu einer gerade gemähten Wiese, wo das trocknende Heu zum Toben und zum Schnüffeln einlädt.


Picco gehorcht auch Pflegefraule gut, auf deren persönlichen Wunsch das nächste Foto links oben in der Ecke abgeschnitten worden ist.


Wenn Bella und Picco übermütig miteinander spielen und toben


muss der arme Pflegehund oft einiges einstecken.


Das sieht nun wirklich gefährlicher aus, als es ist. Oder glaubt Ihr im Ernst, ich würde mich dem Fotografieren von Hundekämpfen widmen und tatenlos zusehen, wie die Kleine den Großen zerfleischt?

Picco jedenfalls trollt sich von dannen, weder körperlich noch seelisch nachhaltig verletzt.


Augen zu und durch, das ist seine Devise für seine Zeit auf der Pflegestelle, bis er seine ES finden wird, hoffentlich mit einer weniger dominanten Hündin über ihm.


Es gibt so viel zu entdecken, wo einem kein Sheltie in die Quere kommt.


Ja, ich denke, so schaut ein glücklicher Hund aus.

--Andreas
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Sommer im Wurmtal

Beitrag  Wurmtaler am Fr 05 Jun 2015, 17:08

Bodensee ist Vergangenheit, aber auch Zukunft!, und der Alltag, das Wurmtal, ist nicht übel. Denn endlich ENDLICH wird es Sommer. Schon beklagen sich einige, dass es zu heiß sei. Picco hat damit kein Problem. Er kühlt sich, so schnell es geht, in der Wurm ab.


Danach liebt er es, im Ufergras zu stöbern.


Aber Pflegeherrle lässt ihn nur kurz. Picco soll nämlich apportieren üben. Wo ist denn nun das Stöckchen?


O weh, Bella hat es gefunden und dem Bretonen weggeschnappt. Bei den Temperaturen springt sogar ein Sheltie freiwillig ins Wasser, das eh wegen Niedrigwasser so flach ist, dass kaum ein Zwergpinscher untergehen könnte.


Auch bei den später anstehenden Porträt-Foto-Sitzungen stellt sich Bella manierlicher an als Picco-Rüpel.


Der findet das reichlich langweilig und muss außerdem in der hellen Sonne immer heftig blinzeln.


Immerhin, mit etwas Überredung gelingt ein altbekanntes Motiv wieder einmal einigermaßen zufriedenstellend.


Picco ist froh, als weiterziehen darf.


Die nahe gelegene Wiese ist nämlich frisch gemäht und das Heu liegt noch zum Trocknen da. Ein herrliches Gelände zum Toben,


vor allem aber zum Schnüffeln


Für die Mäuse ist es wahrscheinlich lange nicht so lustig.


Picco indessen genießt die Gerüche ebenso wie die sommerliche Wetter, das er vermutlich von Süditalien her als einzig richtiges empfindet.


Für Bella ist es eher zu heiß, aber solange sie nicht weite Strecken am Rad galoppieren soll, beklagt sie sich nicht.


Hier eine andere Wiese, die erst vor kurzem gemäht wurde, aber wo inzwischen das Gras wieder so hoch gewachsen ist, dass die Zecken  leichtes Spiel haben (bei unbehandelten Hunden).


Ihr seht Picco, wie er seine tägliche zahlreiche Beute einsammelt, die wir genauso zahlreich aus seinem hellen Fell herausklauben, aber wo sich nur selten eines der sympathischen Krabbeltierchen festbeißt und dann prompt abstirbt, dem feinen Giftzeug Advantix sei Dank.


Bei den größeren Tieren, ob Pferde, Kühe, Schafe oder Ziegen, ist Picco mittlerweise viel besser, d.h. ruhiger und gleichgültiger geworden und regt sich nur in Ausnahmsfällen noch auf. (Nur leider bei Katzen …)


Also brauchen die großen pflanzenfressenden Vierbeiner keine Angst vor Picco zu haben. Höchstens, dass er ihnen die Nahrung weggrast.

-- Andreas (der den Sommer LIEBT!)
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Pfingsten wieder am Bodensee

Beitrag  Wurmtaler am Fr 29 Mai 2015, 16:02

Nach den anstrengenden beiden letzten Wochen hat sich Familie W. einschließlich der Hunde ein paar Pfingstfeiertage redlich verdient. Deswegen fuhr sie in der Nacht auf Pfingstsamstag einmal mehr an den Bodensee. Und am nächsten Morgen konnten die teils entzückten, teils entsetzten Passagiere des Zeppelins zwei fröhliche Hunde am Seeufer beobachten.


Picco, der Ostern schon mal hier war, hat alles gleich wiedererkannt.


Ein Problem, das Pflegeherrle nicht außer Acht lassen darf, stellen die Vögel dar, ob schwimmend, fliegend oder hüpfend. Die meisten halten sich in absoluter Sicherheit auf.


Hier jedoch hat einer bei Picco große Aufmerksamkeit und etliche Emotionen geweckt.


Aber Pflegeherrle muss nicht lange erklären, dass es für einen Bretonen mit so einem Schwan nicht gut Kirschen essen ist.

Da war das Fauchen des Weißen wohl deutlicher als die Ermahnungen des alten Wurmtalers.

Andere Vögel fliehen rasch und feige auf die Bäume.


Leckere Spuren und Düfte hingegen lassen das bretonische Herz genussvoll höher schlagen.


Außerdem üben wir jetzt Stöckchen apportieren. Was soll man sagen? Piccos Zähne jedenfalls sind tadellos in Ordnung. Ansonsten indessen ist es schwierig, bei Picco sowohl zu verhindern, dass er gleich jedes Interesse und jede Aufmerksamkeit verliert, als auch, dass er stattdessen allzu hoch dreht. Diesmal ist Letzteres glatt misslungen.


Der Irrsinn, der nun freilich für die bretonische Rasse charakteristisch und für jedwede Bretonenhalter notwendig ist, zeigt sich auf den nächsten beiden Bildern. Edit: In der politisch korrekten Lingo von HPiN und den Vermittlungstexten wird dieses unbestreitbare Faktum immer derart ausgedrückt: "Bretonen sind lustige kleine Clowns, die Sie jederzeit zum Lachen bringen werden ... Halten Sie die Schleppleine bereit!"


Das Flackern in Piccos Augen ist natürlich Pflegeherrles fotografischem Unvermögen geschuldet. Aber glaubt mir, in diesen Sekunden sprach der Irrsinn noch viel stärker aus Piccos Gesicht, als es ein Foto je wiedergeben könnte.


Zur Abkühlung des Gemütes ermuntert Pflegeherrle Picco erfolgreich zu einem Bad. Nur meint dieser, er müsse anschließend ausgerechnet an dieser Stelle wieder aus dem See steigen. Beinahe wäre Pflegeherrle vor Lachen selbst in den See gekippt.


Stattdessen hat er die Kamera in Sicherheit gebracht und den Tropfnassen glücklich herausgezogen. Der versucht anschließend etwas mühselig, die verlorene Fassung wiederzugewinnen.


Gleich darauf galoppiert er aber wieder ausgelassen durch die Uferwiesen.


Da haben wir also alle zusammen wieder einmal erfolgreich die Kurve gekriegt!

--Andreas
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Picco beim Üben

Beitrag  Wurmtaler am Sa 23 Mai 2015, 11:37

Wenn Picco, Bella und ich in der jetzt ausklingenden Woche zu unserem Abendspaziergang aufbrachen, war es meistens schon dunkel, die Venus stand gleißend hell am Westhimmel und nicht weit davon entfernt die schmale gelbe Sonne des zunehmenden Mondes. Etwa so sah es auch bei unserem allerersten gemeinsamen Spaziergang aus - ein untrügliches Zeichen, dass es jetzt schon 2 Monate her ist, seit Picco zu uns ins Wurmtal kam.

Nur dunkel kann sich jeder von uns an die Anfangszeit erinnern, und so gut wie gar nicht an die Periode davor, wo er noch nicht bei uns war. So selbstverständlich hat er sich inzwischen in unser Leben integriert.

Picco ist glücklich. Dennoch! Ja dennoch, allmählich wird es Zeit, dass sich seine Interessenten mal aus ihren Löchern trauen und sich melden sollten. Allein schon, um die vielen Fehler bei Piccos Erziehung nicht weiter einreißen zu lassen. Aber vielleicht auch, um Platz für den nächsten Pflegi zu schaffen? Es gibt so furchtbar viele Kandidaten!

Zu seiner Erziehung hier zwei Videos. Für die völlig fehlende Kameraführung, den mangelnden Schnitt und vor allem für das nicht vorhandene Drehbuch entschuldige ich mich. Mehr ist nicht drin, wenn ich alleine mit den beiden Hunden übe. Sehr viel mehr drin wird auch bei Picco nicht sein, was die Perfektionierung der Grundübungen angeht. Keiner kann ihm einen gutmütigen "will-to-please" absprechen, aber das überschäumende Talent zu obedience springt auch nicht gerade ins Auge. Bei Pflegeherrle erst recht nicht.

Das erste der beiden Videos (jeweils 3 bis 4 Minuten ungeschnitten und im Rohformat) zeigt Picco zusammen mit Bella, das zweite ihn allein.





Die einzige mit Talent von uns drein ist Bella. Aber die hat ja ihre Bestimmung nicht im Hundesport, sondern als Bretonen-Gouvernante gefunden!  --Andreas
PS  Nein, Picco hat keine Flöhe, auch wenn es im zweiten Video ab 1.10 min so aussieht!
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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am Di 19 Mai 2015, 16:35

Ich hoffe, dass Picco hier niemanden zu langweilen anfängt?

Jedenfalls ist es gut, dass er selbst die Langeweile des langen Alleinbleibens klag- und folgenlos wegstecken kann. Denn in diesen Tagen bleibt ihm zusammen mit Bella, die das schon lange gewohnt ist, nichts anderes übrig. Und es klappt gut. Wir wissen, dass die beiden die Briefträgerin durch das Fenster neben der Haustür gewaltig anbellen, aber so lange die Tür gut verschlossen ist, kann da nicht viel mehr passieren, als dass die Hundedecken auf der Treppe von wirbelnden Hundebeinen zwischen den Stufen hindurch in den Keller gepfeffert werden. Ab und an weisen verräterische Kuhlen im Bett darauf hin, dass ein Bretone seinen Böppes in verbotenem Gelände geparkt hat. Es sei ihm (trotz aller Vorbehalte "wer seinen Pflegi ins Bett lässt …") verziehen, solange er nichts kaputt macht. In dieser Beziehung ist er bislang vorbildlich. Geklaut hat er auch noch nichts, obwohl in Familie W. und speziell in deren Küche manchmal ein Leichtsinn einzieht, den manch anderer bretonische Pflegi streng bestrafen würde.

Sehr früh in der noch tiefstehenden Frühlingssonne geht es derzeit zum Morgenspaziergang. An der Zeit für die Spaziergänge spart Pflegeherrle nicht, trotz aller Knappheit. Bei allem Vertrauen in seine Vierbeiner: Einen schlecht ausgelasteten Picco möchte er NICHT allein im Haus lassen.

Picco ist auch zu unchristlich früher Zeit hochmotiviert, die Natur zu erkunden. Wo bleibt Ihr Langeweiler nur?


Aber selbst ihm fällt es schwer, die Augen so früh offen zu halten. Gut, dass die Pfade durchs Gras trotz des frühlingshaft üppigen Wachstums einigermaßen ausgetreten sind!


Am Ufer ist natürlich nichts mehr mit geschlossenen Augen. Da muss man aufpassen. Einerseits, was die Wühlmäuse wohl seit gestern Abend so getrieben haben. Andererseits, dass man nicht kopfüber durch das schlüpfrige Gras in den Abgrund rutscht.


Allerdings, so schlimm wäre das auch nicht, zumindest nicht für einen geländegängigen Jagdhund. Picco ist schon vom Gras her klatschnass, so manche Zecke klettert durch sein Fell (er ist gespottet, aber das kann natürlich nichts gegen die Krabbelgeister bewirken), und der "Fluss" führt trotz nächtlichen Regens Niedrigwasser.

So nimmt Picco ein Fußbad mit automatischer Zehenzwischenraumspülung (brr es hat gerade mal 6 ° Lufttemperatur) und genießt gleichzeitig die ersten andeutungsweise wärmenden Sonnenstrahlen.

An anderer Stelle des Spaziergangs sammelt sich Bella für ihre Übungen, an denen sie großen Spaß hat.


Picco bewährt sich derweil als Heckenerkunder. (Ob Pflegeherrle durch ausdauerndes Posten jemals im Forum diesen Status des Heckenerkunders wird erreichen können?)


Picco wird schon auch an den Übungen beteiligt. Aber das folgende Foto soll symbolisieren: Da ist zwar schon viel Licht, aber auch noch viel Schatten.


Wichtiger als das perfekte Fußgehen ist, dass ein Spaziergang mit ihm weitgehend stressfrei und erholsam abläuft. Und gegen Ende zeigt er manchmal sogar die ersten Spuren von Ermattung - kein Wunder, wenn man die frisch gemähte Wiese (die übrigens vor dem Mähen auf Rehkitze abgesucht worden ist und als rehfrei gelten darf) mitsamt den 50 m Höhenunterschied mehrfach rauf und runter galoppiert ist.


Wenn es hier so wirkt, als ob er wirklich auf dem Zahnfleisch daherkäme und er erschöpft die Zunge hängen lassen muss: So mitleidsheischend wie es aussieht ist das nicht.


Den Weg nach Hause, in genießerischer Vorfreude auf das reichliche Frühstück, hat er noch jedes Mal mehr ungestüm, um nicht zu sagen leinenreißerisch, als mit letzter Kraft bewältigt.

--Andreas
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Picco Piano

Beitrag  Wurmtaler am Mi 06 Mai 2015, 19:19

Bei den Hunden ist es nicht anders als bei den Menschen: Die Musikalität, die Liebe zu und der Geschmack bei Musik sind sehr verschieden. Unsere meisten Bretonen haben es sehr genossen, unter dem Klavier zu liegen und sich von den tiefen Tönen, die da aus dem Resonanzkörper pulsieren, wohlig den Hintern massieren lassen. Bella dagegen verlässt meistens umgehend den Raum, sobald jemand sich anschickt, in die Tasten zu greifen.

Hier seht Ihr unser Klavier, spielbereit, obwohl der Andrang in diesen Tagen sehr überschaubar ist.

Vollgepackt ist es nicht nur mit Noten, sondern auch mit etlichen Fotos von früheren Pflegis.

Was jedoch liegt da zwischen Hocker und Instrument?


Und blockiert zu allem Überfluss auch noch die Pedale?

Farblich immerhin hervorragend hineinpassend!



Aus dem Weg, Picco, du Lümmel, jetzt lass mal Pflegeherrle ran!


Picco macht ein wenig widerwillig Platz (nicht "Platz!" was er bisweilen auch nicht mit der von Pflegeherrle erträumten Begeisterung ausführt) und hört sich, rechts von Pflegeherrles Füßen zusammengerollt, die Musik für ein paar Minuten an.

Plötzlich eine kurze und knappe Bewegung: Der Kleine liegt mit einem Mal Pflegeherrle mitten auf genau dem Fuß, der doch das rechte Pedal bewegen soll.


Solches schränkt das spielbare Repertoire sehr ein. Für die Klavierspieler unter Piccos Interessenten (die sich allmählich mal melden dürfen!!) deswegen der gute Rat: Bach (den Pflegeherrle nicht kann und nicht mag) ginge, für die weniger Ambitionierten das Notenbüchlein der Anna-Magdalena. Notfalls funktioniert auch der 1. Satz der Mondscheinsonate, wo das Pedal die meiste Zeit gedrückt und nur selten angehoben wird, was hier mit Piccos Kopf darüber ungemein kräftigend für die Wadenmuskulatur wirkt. Keinen Sinn macht Schumann, selbst wenn man dessen bescheuerten Fingersätze beherrschen sollte und das Pedal deswegen nicht zum Mogeln benötigt. Und bevor man verzweifelt Tonleitern und Arpeggios übt, macht es doch viel mehr Spaß, mit Piccolo die Grundkommandos, Apportieren und vielleicht sogar Suchspiele zu trainieren!  --Andreas
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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am So 03 Mai 2015, 14:52

Bella wird es ungern lesen, aber inzwischen ist Picco der bessere Kletterer von den beiden. Ihr bleibt nur, und zwar mit Abstand, die Meisterschaft im Balancieren. Picco springt auf die Betonklötze des Westwalls mutiger und entschlossener hinauf als das Sheltiemädchen und schafft auch die größten Blöcke, die außerhalb Bellas Reichweite sind.

Das wollte ich heute Morgen fotografieren. Da ging aber plötzlich gar nichts mehr bei Picco. Selbst auf die mittelgroßen Stelen …

setzte er nur die Pfoten drauf, aber so kommt man da natürlich nicht nach oben. Dazu braucht es Anlauf, Schwung und dann rechtzeitiges Bremsen.

Wenig später und mit geringer Überredung: Die Einstiegshöhe ist dennoch geschafft.


Bella schaut beeindruckt zu


macht es indessen gleich ohne viel Federlesens nach.


Jedoch der allerhöchste Block des Westwalls, ursprünglich vor dem 2. Weltkrieg als Panzersperre gedacht und im Herbst 1944 beim Vormarsch der Amerikaner militärisch völlig nutzlos, kann auch heute höchstens noch eine kleine Hütehündin schrecken. Einen ebenfalls kleinen (relativ) Jagdhund-Mix keinesfalls! Es ist übrigens schon recht beeindruckend zu sehen, wie Picco da hinaufspringt. Pflegeherrle selbst möchte es lieber nicht ausprobieren, ob er da heil rauf- und auch wieder runterkäme.


Das "Bleib" funktioniert oben auch schon ganz o.k.


Picco ist dennoch froh, wieder hinunterspringen zu dürfen auf den Waldboden, was angesichts dessen Zustandes durchaus Trittsicherheit und Geschick erfordert.




Zur Belohnung für diese artistische Einlage gehen wir zur Wurm. Dort empfängt uns an diesem frühen Morgen Gefieder:


und zwar von allen Seiten


Aber lange bevor sich Picco nähern kann


sind die Enten längst fort.


Picco schaut gleich wieder ganz woanders hin.


Vor allem kommt es ihm aber darauf an, hier auf diesem Reitpfad seinen Bewegungsdrang stillen zu dürfen. Also galoppiert er einige Male in höchstem Tempo hin und her.


Pflegeherrle hat sich vergewissert, dass keine Kollision mit Pferden droht, die hier Vorfahrt haben und deren Reiter sich zu Recht beschweren würden, wenn ihnen Hunde in die Quere kämen. An Bella kommt Picco schnell vorbei.


Picco ist natürlich ein Jagdhund. Aber Talente als Jagdhund hat er, soweit ich als vollkommener Laie das beurteilen kann, keine. Er fängt erst jetzt an, so ein klein wenig was wie Vorstehen zu zeigen, und sauberes Vorstehen geht einfach anders. Dafür wedelt er im Sturm mit seiner unkupierten Rute, wenn er einen Vogel entdeckt, und schlägt dabei regelmäßig gegen den nächsten Busch oder Baum. Das ist so laut, dass die entsprechende Amsel schon mit vollständiger Taubheit geschlagen sein müsste, um nicht zu bemerken, dass ein Hund in der Nähe ist, dessen jagdliche Fähigkeiten lange nicht an seine jagdliche Passion heranreichen. Zu allem Überfluss, fast traue ich mich nicht das zu schreiben, fängt er angesichts von möglicher Beute bisweilen an zu bellen … Als Jäger wäre ich vermutlich schnell völlig frustriert mit Picco. Den ficht das nicht an. Ohnehin ernährt er sich oft vegetarisch, von Gras und, erstaunlicher Weise, von Brennnesseln.


Es ist nicht so, dass Bella das Rennen nicht genießen würde


aber die Dynamik, mit der Picco es krachen lässt, bleibt unerreicht.


Kein Wunder, dass er bald darauf heftigen Durst verspürt.


Schwimmen zum anderen Ufer verbietet Pflegeherrle derzeit allerdings strikt. Da drüben gibt es vermutlich Vogelnester und definitiv Rehe, da hat ein Bretone nichts allein zu suchen. Und wenn wir gemeinsam auf der Brücke zu diesem anderen Ufer gehen, ist Picco an der Leine. Ihr seht hinter ihm das hier richtig steile Ufer hinunter zum Fluss, …


… und Picco muss zusehen, wie Bella an diesem Steilufer ihre Apportierübungen absolviert.


Für ihn geht es hier ausschließlich darum, das Laufen an der Leine auch unter Ablenkung und Anspannung zu lernen. Um es gleich zu gestehen: An der kurzen Leine funktioniert das noch überhaupt nicht. Da Pflegeherrle jedes Mal stur stehen bleibt, sobald Spannung auf die Leine kommt, hat es gestern eine gute halbe Stunde gedauert, um den Weg zu bewältigen, der normal vielleicht fünf Minuten dauert. Heute haben wir es lieber mit der 5m-Schleppleine versucht. Das ging deutlich besser. Hier ist zwar wieder Spannung sichtbar (bei der Orangenen genauso wie bei dem Orangenen)


Aber wenn die Leine so nett auf dem Waldboden schleift wie auf dem nächsten Foto, ist Pflegeherrle zufrieden. Selbst wenn das bedeutet, dass die Leine trotz des vorzüglichen Biothane-Materials pottdreckig wird


und Picco es ertragen muss, dass ein anderes Rudelmitglied als er die Spitze bildet.


Anders als im sonstigen Leben ist das Gras auf unserer Seite der Wurm das grünere, und da darf sich ein lachender Picco zum Abschluss noch tüchtig Appetit für das (nicht vegetarische) Frühstück holen.

--Andreas
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Am Fahrrad zum Tennistaining

Beitrag  Wurmtaler am Fr 01 Mai 2015, 07:35

Gestern Abend beim Tennistraining: Mit dem Fahrrad sind wir auf die Anlage gekommen, auf dem weit mehr Betriebsamkeit herrschte wegen des anstehenden Tanzes in den Mai als auf den Plätzen.

Auf der Fahrt ist die Leine nicht am Lenker befestigt und schon gar nicht links, und natürlich darf sie dem Picco auch nicht zwischen den Beinen hängen. Vielmehr halte ich sie in der rechten Hand und lasse Picco zwischen Rad und Fahrbahnrand galoppieren. Eigentlich sollte das am Geschirr geschehen. Da Picco aber inzwischen so brav mitläuft, spare ich mir das für kurze Fahrten und führe ihn mit der Leine nur am Halsband (nicht zur Nachahmung empfohlen!).

Bella nimmt in der Loge Platz

und sieht so aus, als ob sie das Spiel ernsthaft verfolge.


Picco hat dagegen zunächst nur Augen für seine Gefährtin, oder sollte da irgendwo ein Vogel seine Aufmerksamkeit fordern?


Das Spiel selbst ist für einen Bretonen reichlich uninteressant. Schließlich könnte er, wenn er denn wollte und dürfte, den Bällen in ganz anderer Manier nachjagen als Pflegeherrles Mannschaft, deren Stärke eindeutig nicht in der Bein- und Laufarbeit liegt. Seht Ihr Piccos mitleidigen Blick angesichts der kläglichen Vorstellung?


Nur hier scheint mal ein guter Ball gelungen zu sein.


Picco ist ein schöner und ein gelassener Hund.


Das Spiel wird bald langweilig. In dieser Position hat er 90 min lang Pflegeherrles Training verschlafen,

Er musste dann, bei einsetzendem Nieselregen, noch das Duschen und Umziehen abwarten und durfte sich dann auf die Heimfahrt freuen, bereits in der Dunkelheit. Da hat er dann seinen Teil vom Training abbekommen, denn Pflegeherrle hat noch drei Kilometer Umweg angehängt.  --Andreas (der sehr bedauert, dass er noch keinen Fotografen oder gar Filmer gefunden hat für Aufnahmen vom Radfahren)
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Picco spielt mit Bella

Beitrag  Wurmtaler am Mi 22 Apr 2015, 17:51

Heute mal ein paar Bilder von Picco im wilden Spiel mit Bella. Für die ängstlichen Leser zur Beruhigung vorweg: Die beiden verstehen sich. Die Hierarchie ist geklärt, und in ihrem Spiel ist wirklich nichts Gefährliches oder gar Aggressives. Wo es auf den Fotos anders aussehen mag, täuscht es einfach. Und nein, ich beabsichtige nicht, Piccos missglückte Karriere als Jagdhund in eine als Kampfhund neu auszurichten, und für eine Eingruppierung von Shelties als Listenhunde besteht kein Anlass!

So, Bella und Picco, genug gearbeitet, geht spielen!


Ja spiel mit mir, Bella, lustige Pflegeschwester!


Gern, Picco, du Rabauke!

Aber wie das Foto überdeutlich zeigt, verlieren beide ein wenig ihren Kopf..

Deswegen wird es etwas wilder:


Kann man das noch als die Waffen einer Frau durchgehen lassen?


Der Chefin geht es trotzdem ans Krawatterl.


Immer noch hält sie die Hierarchie aufrecht.


Zwischenzeitlich sieht es aber gar nicht so gut aus für sie.




Indessen kann sie sich wehren. Wie so oft im Leben kommt es nicht auf Größe und Kraft, sondern auf Entschlossenheit an.


Die Zähne jedenfalls sind bei beiden prima in Ordnung (sieht man im hochaufgelösten Original-Foto noch viel besser)


Picco hat nichts dagegen, dass die Kleinere die Oberhand gewinnt.




Ist ja schon gut, liebe Bella, du bist und bleibst die Größte (und Liebste).   -- Na das will ich aber auch meinen, Picco, bester Spezi!


Da sich die beiden gar nicht gestritten haben, ist sofort anschließend dieses Foto möglich, das nicht gestellt oder posiert ist:


Ist es nicht ein Bild wie im Paradies? Die beiden wilden Wölfe, nebeneinander friedlich grasend wie die Lämmer, im Garten, den (Pflege-)Herrle nicht minder schön und ordentlich als wie den Garten Eden hergerichtet hat. (Hoffentlich explodiert nicht bei dem einen oder anderen der Monitor, wenn letztere in mehrfacher Hinsicht mehr als verwegene Behauptung darauf erscheinen soll.)


Trotz allem, und obwohl Picco ein friedfertiger Hund ist: Wach- und Schutzhund-Eigenschaften zeigt er durchaus, ähnlich wie Bella. Niemand ist gut beraten, unbefugt in unseren Garten einzudringen, und noch schlechter wären wir beraten, wenn wir die Haustür offen ließen, während die Briefträgerin naht.  --Andreas
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Die Säuberung eines kleinen Ferkels

Beitrag  Wurmtaler am Mo 20 Apr 2015, 10:42

Natürlich ist Piccolo in allererster Linie ein Outdoor-Hund und deswegen für Leute ideal, die oft und ausgiebig und wetterunabhängig mit ihm die Natur genießen wollen. Kein Hindernis ist ihm zu schwer, um auf Erkundung zu gehen

aber, ich sagte es schon und betone es wieder, er kehrt zuverlässig zu seinem Rudel zurück.


Nur in Gegenden mit Wildwechsel muss er unbedingt an die Leine, und jetzt während der Brut- und Setzzeit selbstverständlich auch nahe von Wiesen mit Bodenbrütern.
Aber solche Fotos werden allmählich langweilig (mir eigentlich nicht, jedoch will ich schon Rücksicht nehmen auf Piccos Fans, die etwas Abwechslung verdienen.) Darum jetzt kein Wildwechsel, sondern Bildwechsel.

Picco ist auch im häuslichen Bereich und im Alltag ein wunderbarer Hund. Nur muss man sich auf ein etwas Chamäleon-artiges (wie gut, dass es in Word, wenn schon nicht im Texteditor der Forensoftware, eine Rechtschreib-Überprüfung gibt!) gefasst machen.

Z.B. wenn Picco vom Spaziergang heimkommt, hat sich sein Fell vom schmucken Orange-Weiß in Rostbraun-Grau-Schwarz verwandelt.

Picco verschließt gerne die Augen vor der Tatsache, dass dann sogar sein Pflegeherrle sofort zum Erdferkel mutiert, wenn er ihm nur ein Leckerli in die Nähe der schlammumhangenen Schnauze hält.

Bella dagegen kommt einigermaßen proper und trocken zurück. Sie hat aber auch einen anderen Aktivitätsgrad unterwegs.


Zum Glück lässt sich Picco inzwischen problemlos säubern. Mit der Dusche bekommt er eine ausführliche Unterbodenwäsche einschließlich Kopfbrause.


Bei der Detailansicht wird jedoch deutlich, dass Pflegeherrle bei der Entfernung des Lidschattens noch etwas sorgfältiger hätte vorgehen sollen. Hat er sich halt zu sehr auf Ohren und Lefzen konzentriert.


Es folgt so etwas wie Trockenrubbeln. Das Handtuch, noch aus Baby-Tagen von Piccos Pflegefraule, hat seitdem viel mitgemacht und den Dreck von vielen Hunden aufgenommen (doch doch, es wird entgegen dem Anschein ab und an gewaschen!).

Picco jedenfalls scheint es zu genießen.

--Andreas (der sich weitere Berichte zu Picco und den Sommeraktivitäten seiner Pflegefamilie mit ihm, wie Tennisspielen und Radfahren, sowie zu seinen Fortschritten im Grundgehorsam zumindest schon mal fest vorgenommen hat)
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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am Sa 18 Apr 2015, 11:10

Es ist das Wochenende, das den ersten Monat beschließt, den Piccolo bei uns verbracht hat. Zu diesem Anlass ein paar Impressionen von unserem Morgenspaziergang:

Kalt ist es, sogar eine Spur von Raureif ist auf den Gräsern an der Wurm zu sehen, aber die Strahlen der noch sehr tiefstehenden Sonne fallen bereits sehr verheißungsvoll durch den frühen Morgen.

Am Fluss ist es neblig.


Soll ich dennoch ins Wasser? --- Nur zu Picco, nass und dreckig bist du eh schon.


Es ist aber schon richtig unheimlich in den dunklen Fluten, und ich würde mal vermuten, recht ungemütlich.


Aber mit der bretonischen Unternehmungslust kein Hindernis:




Es folgt eine Wegstrecke an der Schleppleine, wegen der frischen Rehspuren, die Picco fast unansprechbar machen. Als wir ins Karnickelgebiet kommen, bleibt er interessiert, aber nicht fanatisch. Schließlich erreichen wir die gut eingezäunten Kuh- und Pferdewiesen, ohne Kühe und ohne Pferde.


Manche Abschnitte liegen sogar schonvoll in der Sonne. Da kann auch ein Purist nichts dagegen haben, dass Picco die leinenlose Erlaubnis zum Stöbern und Toben bekommt.


Das genießt er ausgesprochen.

Sauwohl fühlt er sich.



Wer besser in Hunde-Anatomie ist als ich, kann ja mal versuchen zu identifizieren, welche Körperteile hier was sind. Übrigens liegt hier entgegen der sofortigen spontanen Vermutung jedes Bretonen-Erfahrenen KEINE Fuchskacke auf dem Untergrund. Und da Picco beim anschließenden Duschen nicht mehr ungezogen aus der Wanne springt, sondern in gottergebener Geduld die Säuberungsprozedur über sich ergehen lässt, gönne ich ihm sein animalisches Vergnügen.

Natürlich ist es nicht so, dass ein hündischer Ausbrecherkönig, der es auf ein freies Wochenende jenseits dieser Wiesen anlegt, keine Chance hätte. Aber von solchen Gedanken ist Picco weit entfernt.

Nein, er schaut regelmäßig nach dem Rest seines Rudels. Wo bleibt Ihr denn, Ihr Langweiler?

Aus dem Weg, Bella du lahme Pflegeschwester, ich hol mir als Erster die Streicheleinheiten und das Leckerli ab!

Falls irgendwer es noch nicht gemerkt haben sollte: Ich mag ihn sehr, den Picco, diese kleine mediterrane Mischung aus Schmusebär und Rennsemmel.  --Andreas
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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am Mi 15 Apr 2015, 11:15

Mein Sohn sitzt bereits im Flugzeug, um nach längerer Indien- und Thailand-Reise wieder heimzukommen. So sehr wir uns alle freuen – schade ist es, dass er seine Kamera-Ausrüstung wiederhaben wollen wird. Deswegen habe ich heute noch einmal das feine 70-200 mm Objektiv mitgenommen, um trotz sehr problematischer Lichtverhältnisse ein paar schöne Fotos zu versuchen.

Ziemlich am Anfang des Spaziergangs, die großen Geschäfte sind gerade erledigt und die überflüssige Energie ist ein wenig abgeschöpft, ist gleich Gelegenheit zu einer lustigen Hunde-Party mit zwei Mädchen und zwei Jungs.


Meine beiden dominanten Tölen müssen der armen Labbi-Dame Cindy unbedingt zeigen, wer im Wurmtal das Sagen hat.


Die ist aber eine der sozialsten Hündinnen überhaupt und nimmt das nicht übel.


Wenn es ihr zu bunt wird, weiß sie sich erfolgreich zu wehren.


Dass aber ausgerechnet die Kleinste und Schwärzeste die Größte sein muss, darauf ist sie nicht vorbereitet.


Bevor es also aufhört, jugendfrei zu sein, ziehen wir weiter, der Bretone lustig voraus.


Listig biegt Pflegeherrle aber unvorhergesehen ab, und Picco muss sich beeilen, hinterherzukommen. Er quittiert das freilich mit einem nachsichtigen Lächeln, wie man sieht.


Am Fluss schwimmt er heute schon deutlich länger.


Schüttelt sich dan notdürftig trocken,


da er aber eh schon nass ist, macht er sich gleich auf zu einer zweiten Runde. Diesmal quert er wacker die gewaltigen Stromschnellen der Wurm (deren Schönheit weit bedeutender ist als ihr Wasserreichtum).


Obwohl er weit abgetrieben wird, erreicht er glücklich das andere Ufer


und klimmt die steile Böschung empor. (Ich weiß jetzt, wozu die gewaltige Sonnenblende gut gewesen wäre, die zu dem ohnehin schon gewaltigem Objektiv gehört.)


Dann verschwindet Picco hinter den Ereignishorizont, der von dem dahinter liegenden schwarzen Loch herrührt.


Was ich mir dabei gedacht habe? Nun, ich hatte höchstens den Anflug von Bedenken. Aber im Grunde hatte ich volles Vertrauen  zu Picco, dass er jetzt nicht für lange abhauen würde. Und richtig: Nach kurzer Zeit war er wieder da. Allerdings kam er nicht durch den Fluss zurück, sondern nach einem guten halben Kilometer Umweg über die Brücke, über die wir ohnehin routinemäßig weitergehen. Ein paar Einheiten an der im Wurmtal sonst nicht sonderlich beliebten langen Schleppleine sind dennoch dringend angesagt.

Vor die Linse bekommt man Picco im Wald nur dann, wenn dieser lichter wird und man sich wirklich beeilt. Ein schöner Anblick ist er in Natura noch viel mehr.


Es gibt viel zu toben und viel zu schnüffeln.


Die Wiesen sind innerhalb von ein paar Tagen so hoch geworden, dass sie den Kleinen fast verschlucken.


Wie ein Korken im Wasser taucht sein Kopf ab und an aus den grünen Wellen empor.


Zum Abschluss bequemt Picco sich noch, nach etlichen Überredungskünsten seitens Pflegeherrle, zu einem Gruppenfoto mit Bella. Seinem Fell sieht man seine Aktivitäten gut an. Was man auf dem Foto nicht so sieht, sind die vielen Zecken, die er trotz spot-on aufsammelt und die sorgfältig gesucht und entfernt werden müssen.

--Andreas
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Wieder im Wurmtal und im Alltag

Beitrag  Wurmtaler am Di 14 Apr 2015, 12:02

Picco ist vom Bodensee-Urlaub zurück im Wurmtal. Wie selbstverständlich hat er sich in den Alltag seiner Pflegefamilie eingefügt, obwohl er ja die meiste Zeit seines Lebens in Deutschland weniger Pflege- als vielmehr Ferien-Hund war.

Jetzt ist viel Üben angesagt. Neben ausgiebigem Fußgehen und anderen Trainingseinheiten, die man allein schlecht fotografieren kann, steht Klettern auf dem Programm. Hier auf einem unserer Standard-Kletterbäumen:


Das sieht manchmal noch etwas unsicher aus, aber durchaus nicht jeder Pflegehund hat sich da oben raufgetraut, und Picco lässt sich bereits nicht mehr lange bitten.


Mehr Sorgen als die Balance macht ihm die Dauer des Kommandos "Bleib", was wiederum für die fotografische Dokumentation seiner Fortschritte unerlässlich ist, vor allem bei Piccos umstandskrämerischem Pflegeherrle, der nun so überhaupt nicht zum Sensations-Fotoreporter geboren ist und der bei weltgeschichtlichen Ereignissen ganz sicher den rechten Moment versäumen würde, z.B. weil der Objektivdeckel noch drauf ist.


Für Bella ist das eine der leichteren Übungen, aber die hat auch kürzere Beine als der Bretone.

"Bleib" üben wir natürlich auch für beide Hunde gemeinsam. Das getrennte "Komm" mit Bella als Erster ist die nächste große Herausforderung, an der wir noch zu knacken haben werden.


Dann gehen wir zu den Überresten des Westwalls, der in unserer Gegend in weiten Teilen an der holländischen Grenze gut erhalten ist. Es gibt da Betonklötze, auf die ein Sheltie mühelos hinausspringt, dann solche, die nur mit Bedenken genommen werden, und solche, wo auch sehr feine Leckerli diese Bedenken nicht auszuräumen vermögen. Hier ist die mittlere Kategorie abgebildet.


Zu meiner Überraschung macht Picco es seiner Pflegeschwester ohne großes Gedöns gleich nach.


Sogar zu einem gemütlichen "Sitz" ist ihm sein breiter Hintern hier oben nicht zu schade.


Wenn es so aussehen mag, als ob er hier ein Triumph-Geheul oder einen Triumph-Gesang zum Besten gibt: Das täuscht. Aber locker und zufrieden ist er auf alle Fälle.


Zur Belohnung gehen wir an die Wurm. Wasser ist für Picco durchaus faszinierend, aber noch nicht richtig sein Element.


Hier jedoch hat es ihn für 0,84 s die Beine weggezogen. Jetzt wissen wir beide, dass er schwimmen kann.


Derlei riskanten Wagemut will er aber zur Zeit noch nicht länger ausprobieren, sondern sucht sofort das rettende Ufer auf.


Dann darf er lang und breit toben, bis wir unseren Avatar-Felsen erreichen. Bella ist gleich oben. Wo aber bleibt Picco?


Ja das ist das nicht unerwartete Problem mit einem jungen Bretonen, der im Grunde sehr gehorsam und ausgesprochen menschenbezogen ist, aber jetzt immer mehr Selbstvertrauen gewinnt und natürlich ausprobieren möchte, ob jedes "Komm" sofort befolgt werden muss oder ob ein angedeuteter Knicks nicht ein korrektes "Sitz" ersetzen mag.

Beim zweiten ist es einfach für Pflegeherrle, beim ersten findet er sich halt mit dem hauptsächlichen Problem jeder Hundeerziehung konfrontiert. Könnte irgend wer die konkrete Bedeutung von "liebevoller Konsequenz" in diesem Zusammenhang allgemeinverständlich und praxisrelevant erklären?

In der vorliegenden Situation stöbert der gute Picco unbeeindruckt von Pflegeherrles Rufen in irgendwelchen unzugänglichen Hecken. Objektiv betrachtet dauert es dennoch nicht allzu lange, bis auch er sich zu einem lässigen Gipfelausschwung bereit findet.


Eigentlich möchte er sofort wieder runter und weiterstöbern.


Aber hier ist Pflegeherrle schon von den räumlichen Gegebenheiten her eindeutig im Vorteil und kann sich konsequent durchsetzen. Picco bleibt oben, während Pflegeherrle neue Perspektiven sucht und findet.


Sind meine Beiden nicht ein schönes Paar?


Picco darf als Erster runter und sich noch gehörig austoben, ehe er sich auf ein reichliches und leckeres Frühstück freuen kann.


Zum Frühstück: Beide Hunde müssen gefühlte Ewigkeiten warten, bis Herrle bzw. Pflegeherrle die gefüllten Näpfe an den üblichen Ecken hingestellt hat. Heute sogar noch etwas länger, weil er versucht, trotz störender Frühlingssonne, die lustig zum Fenster hineinscheint, die Prozedur zu fotografieren.


Für Picco zieht es sich noch hin, während Bella bald ausgelitten hat. "Bella, steh!" – und sie muss nur noch kurz warten.


Dann darf sie hin zum Napf und ihre Schnauze tief hineinversenken.


Picco soll derweil noch sitzen bleiben.

Es ist Pflegeherrles Aufmerksamkeit nicht entgangen, dass der ungeduldige Bretone sich um die Breite einer Fliese vorgemogelt hat. Aber bei so schönem Wetter müsste Pflegeherrle schon ein ganz schlimmer Preuße sein, um das nicht ausnahmsweise mal zu tolerieren.

Also folgt das langersehnte "Picco friss!". Und jetzt hat er Bella den gehörig größeren Kalorienbedarf voraus, der ihm einen erheblich längeren Genuss beschert als dem armen ewig hungrigen Sheltie-Mädchen.  –Andreas
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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am Mi 08 Apr 2015, 13:42

Kaum ist Ostern (das touristisch gesehen am Bodensee wohl kein voller Erfolg war) vorbei, da wird das Wetter traumhaft schön, und in traumhaft schöner Landschaft geht Picco mit Bella und Pflegeherrle wandern und darf die Gegend erkunden.


Ab geht er wie eine Rakete, sobald wir sicheres Gelände erreicht haben. Bis dahin musste er sich sehr zusammenreißen, um wie ein gesitteter Hund und nicht wie ein undisziplinierter bretonischer Tierschutzrüpel an der Leine zu gehen, aber nun darf er ohne die lästige Strippe los.


Ähnlich wie mein früherer unvergessener Pflegi Jurij, dem er auch vom Aussehen weitgehend gleicht, kommt er regelmäßig mit oder ohne Rufen zurück, um nach Pflegeherrle zu schauen, aber in der Regel aus einer ganz anderen Richtung als der erwarteten.


Zum Apportieren zeigt er aber noch gar keine Neigung, und dazu müsste man sowieso Bella zurückhalten, die hierbei sonst viel schneller ist als er.


Die liebt nicht so sehr das Toben als das Arbeiten.


Außerdem bleibt sie brav sitzen, wenn Herrle ein Posefoto schießen will. Dafür, das muss man einräumen, ist Piccos "Bleib" noch lange nicht gut genug. Bella hingegen zeigt sich, wenn schon nicht als Prinzessin von Schloss Spetzgart, immerhin als dominierende Gestalt des Voralpenlandes, das sie souverän überblickt.


Aber da Pflegeherrle sich für solche Fotos nicht nur akrobatisch verrenken, sondern sogar hinlegen muss, leistet Picco ihm dabei gleich mal Gesellschaft.


Danach ist wieder action angesagt. Diesmal wird ein Kartoffelfeld umgegraben, dass die Krumen nur so fliegen. Die Wühlmaus ist natürlich schon weit weg in Sicherheit und lacht sich einen.


Pflegeherrle nutzt die Zeit, um weitere Posefotos mit Bella zu versuchen. Diesmal ist es nicht der Säntis als Hintergrund, sondern das Überlinger Münster und der verschneite Bregenzer Wald.



Als Picco nachschauen kommt, muss man sich wundern: Er wird doch nicht etwa einen Anflug von Müdigkeit zeigen?


Weit gefehlt! Gleich geht es wieder im Galopp davon.


Was man hier sieht, ist das Glitzern der Sonne, die sich im See spiegelt. Davor fällt eine Felswand aus Sandstein beinahe senkrecht ab, aber so gefährlich wie es ausschauen mag ist es an dieser Stelle dennoch nicht. Nicht nur Picco ist da vergnügt und unbeschwert, sondern Pflegeherrle ebenso.


Die Belichtungsautomatik der Kamera kann sich durch das gleißende Glitzern schwer täuschen lassen, so dass sie so etwas wie ein Foto vom Hund unter dem Weihnachtsbaum produziert.


Das aber ist eine optische Täuschung. Den Winter haben wir jetzt hinter uns gelassen, und wir freuen uns jetzt auf den Frühling.


Der muss gar nicht tief unter der Oberfläche verborgen sein.


Picco kann ihn schon riechen.

Wer hätte bei solchen Anblicken keine Frühlingsgefühle? --Andreas


Zuletzt von Wurmtaler am Di 21 Apr 2015, 13:05 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am Mo 06 Apr 2015, 21:23

Piccolo hat sich inzwischen zu einem coolen und meist schon recht gelassenen Hund entwickelt.


Gestern kam traditionsgemäß  mein Bruder mit seiner Familie zu Besuch in unsere Ferienwohnung. Fünf Minuten später kuschelte Picco mit seinen beiden Töchtern auf dem Sofa. Die zwei kennen von daheim her nur Katzen und haben sich beschwert, dass Picco nicht schnurren könne.


Aber muss ein Hund schnurren, um zu zeigen, dass er sich im wahrsten Sinne des Wortes pudelwohl fühlt?




Wenig später fand sich Piccolo am Ufer des Untersees wieder, an einer für unsere Familie äußerst erinnerungsschweren und bedeutenden Stätte, wo Pflegeherrle schon vor mehr als einem halben Jahrhundert mit seiner Großmutter geschwommen ist. Im Hintergrund erkennt man links die Insel Reichenau mit einer ihrer drei Kirchen.


Weit mehr als das Weltkulturerbe interessieren unseren Bretonen die für unsereinen banalen Gerüche des Aktuellen.


Aber auch hier ist er stets für ein paar Kuscheleinheiten äußerst empfänglich.


Am drauffolgenden Tag, dem Ostermontag, posiert er mit Bella an einer ganz anderen Stelle des Bodensees, nämlich in Lindau bei leider nicht mehr so recht frühlingshaftem Wetter in unmittelbarer Nähe der frisch verschneiten Alpen.




Er ist wirklich, ich sagte es schon, ein ganz gelassener Typ geworden, der das Kommando "Platz" beherzigt und manchmal sogar eine Zeit lang liegenbleibt.


Mit welchem Hund sonst könnte man schon, nach gerade mal zweiwöchiger Bekanntschaft, morgens 10 km ohne Leine joggen gehen, darunter 2x800 m durch Nussdorf wegen des möglichen Verkehrs in strengem Fuß, sonst meist tobend durch das Seeufer, die Obstwiesen und die Weinberge? Dann nach dem Frühstück entspannt durch Lindau flanieren, das von zahlreichen Touristen mitsamt deren Hunden bevölkert ist? Wobei er letztere schon ab und an mal angrummelt und anmotzt, aber sich inzwischen meist leicht ablenken lässt. An der Leine zieht er auch nicht mehr, zumindest wenn er innerhalb der Gruppe als Erster gehen darf mit Pflegeherrle (sonst kann er schon noch recht rabiat seine offensichtlichen Schlittenhundegene rauslassen).

Welches Schiff wird für ihn kommen?


Mit Bella hat er inzwischen eine gemeinsame Linie gefunden: Er ist der Große, der stets vorauseilt. Sie ist die Chefin, die die Richtung vorgibt.

(Dabei ist er schon eher ein dominanter Charakter, der bei anderen, auch größeren Hunden oft versucht, nicht nur seine Pfoten auf deren Nacken zu legen, sondern sogar trotz seiner Kastration Besteigungsgesten ausprobiert. Und der sich ansonsten ungern etwas sagen lässt, was ihm gegen den Strich geht, außer wenn Pflegeherrle energisch wird.)
--Andreas (sehr zufrieden mit einem schönen und ereignisreichen Osterfest gemeinsam mit zwei ganz tollen Hunden und einer nicht weniger tollen Familie und tollen Freunden.)
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Besuch von Sylvia und Lilli

Beitrag  Wurmtaler am Fr 03 Apr 2015, 19:51

Heute war ein großer, ein schicksalsschwerer Tag für Piccolo und seine Pflegefamilie. Sylvia, bei Piccos Verein die Verantwortliche für seine Betreuung und Vermittlung, kam zu Besuch, um persönlich zu überprüfen, ob alles mit ihm in Ordnung sei.

Was soll ich sagen? Sie konnte sich davon überzeugen, welch toller Hund Picco ist und wie groß seine Fortschritte innerhalb von knapp zwei Wochen sind, aber ebenso, wie groß seine Baustellen. Und hoffentlich ist sie zufrieden …

Es war ein toller Nachmittag bei endlich wieder wunderschönem sonnigen Wetter, wo wir erst gemeinsam spazieren waren und dann bei uns in der Ferienwohnung Kaffee getrunken und uns toll unterhalten haben. Besonders hervorzuheben: Kuchen von meiner Tochter Melanie!

Mit dabei war Lilli, einer von Sylvias drei Settern.



Wenn die testen wollte, wie schnell und wie wendig Picco ist: Sehr schnell, sehr wendig! Deswegen hat er sich auch nicht viel mit der charmanten Weiblichkeit aufgehalten, sondern nutzte wie üblich die herrliche Natur zum Toben und sonstige bretonische Aktivitäten.


Wenn die Nase nicht auf dem Boden ist, weiß man, dass ein Vogel in der Nähe ist.


Die Amsel fest im Blick:


Kriegt er sie?


Zu unserem Glück, zu Piccos Pech kann das Vieh fliegen und ist unerreichbar. Das tut Piccos Spaß aber keinen Abbruch.


Lilli lässt es ruhiger angehen.



Bella ebenso:




Picco dagegen flitzt








Aber nach seinen Menschen regelmäßig zu schauen vergisst er nie


Wir wissen noch nicht genau, welche Menschen für Picco als Endstelle in Frage kommen. Stubenhocker jedenfalls auf gar keinen Fall, Parkspaziergänger auch nicht, und noch viel weniger Kuschelfaule.

Aber wie nervenstark seine Adoptanten sein werden müssen, wird sich noch weisen. Jedenfalls arbeiten wir an Piccos Baustellen, und zwar gern, und werden weiter hier berichten.  --Andreas
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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am So 29 März 2015, 21:59

Weil einerseits Piccolo so ein toller Hund ist und andererseits das Internet auf dem laptop wieder funktioniert, noch schnell ein paar Bilder vom Bretonen am Bodensee. Ob er seine Fans finden wird? Für die Fahrt dahin hat er jedenfalls etliches erleiden müssen, und nicht nur er. Da die große Tochter bis 18.30 Uhr eine wichtige Klausur geschrieben hat, ging es erst um 19.30 los (d.h. das war die avisierte Startzeit, die bei Familie W. nicht viel mit der tatsächlichen zu tun hat) und nach Autobahn-Vollsperrung waren wir erst 2.20 an der Ferienwohnung. Piccos erster Kontakt mit dem See war dann gegen 3 Uhr morgens.

Aber wer würde diese Mühsal nicht in Kauf nehmen, wenn ihn dann am nächsten Mittag ein Anblick wie dieser erwartet?


Auch Picco läuft mit einem Lächeln, oder ist es ein breites Grinsen, durch die Gegend.


Ein paar Enten sind wahrscheinlich nicht so froh, dass er die nächsten zwei Wochen jetzt das Ufer unsicher machen will, aber sooo schlimm ist sein Jagdtrieb nicht, und zum Glück auf Wesen beschränkt, die sich im Zweifelsfall rasch durch Luft oder Wasser davon machen können.


Am meisten genießt er ohnehin das Toben. Dazu hier noch ein paar Impressionen:




Natürlich kann er seine Jagdhund-Gene nicht verleugnen. Die Nase ist meist am Boden, und die Spuren werden verfolgt, nur nicht bis zum Ende.


Aber zwischendurch und regelmäßig geht der Blick zurück nach Pflegeherrle, der deswegen allmählich auch schon zunehmend entspannter mit seinen Hunden spazieren geht und geradezu in Urlaubsstimmung gerät, die ihn möglicher Weise sogar Erholung finden lassen wird (was durchaus nötig ist).


Erholung bei Piccolo (aufs Sofa darf er, sogar in der Ferienwohnung, wenn die Decken aufgelegt sind, aber das Bett wird erbittert verteidigt, selbst wenn nächtliche Attacken vorübergehenden Geländegewinn eingebracht haben mögen):



Eigentlich war er schon immer da. Wer erinnert sich schon noch an seine Ankunft, auf Tag und Stunde genau vor einer Woche?


--Andreas
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Kaum da und schon im Urlaub

Beitrag  Wurmtaler am So 29 März 2015, 11:58



Wo ist denn Piccolo hier am Morgen aufgewacht? Kann das der Bodensee sein?


Tatsächlich! Er durfte (oder musste?) mit seiner Pflegefamilie nach Überlingen reisen. Freitag Nacht, bis weit in den frühen Samstag hinein. Mit 6 Menschen im Auto und 2 Hunden, die ihre Qualität als Schoßhunde für 7 Stunden unter Beweis stellen durften.  Ungewohnt lange, aber auf der A61 gab es eine Vollsperrung.

Zu Beginn der Fahrt zitterte Picco wie Espenlaub. Was mag er befürchtet haben? Aber am nächsten Morgen hat man ihm nichts mehr angemerkt. Glücklich galoppierte er das Ufer entlang.


Kurz ging er sogar ins Wasser.


Das war aber mehr wegen der Enten als aus Liebe zum Element.


Gras interessiert ihn weitaus mehr.


Am Nachmittag dann beim Spaziergang im großen Kreis: Picco ist definitiv kein Hund, der gerne das Schlusslicht bildet. Im Gegenteil. Er ist stets der erste.


Dann wartet er aber schon mal, wo es für ihn Neuland wird.


Wo aber bleibt Pflegeherrle?


Picco, komm!


Rasend schnell bewegt er sich vorwärts und lässt seine graue Vergangenheit im Dunst des Vergessens verschwinden.


Das Leben ist schön


Die Zukunft gehört ihm


Aber er will seinen Weg nicht allein gehen, sondern mit seiner Familie.


In einem anderen Forum wurde unlängst teils sehr persönlich diskutiert, warum einzelne Enthusiasten sich der Aufgabe stellen, Pflegestelle zu sein, einen Hund bei sich aufzunehmen, ihn auf einem guten Stück seines Weges zu begleiten, um ihn dann in seine ES zu entlassen. Ja warum?

Für mich sind Bilder wie das obige Motivation genug: Die unglaubliche Lebensfreude, mit der ein Hund durch die Natur tobt, der noch unlängst wenig Perspektive für ein glückliches Leben hatte und nun gewissermaßen freudestrahlend zu seinen Menschen (na gut: seinen einstweiligen Menschen) angaloppiert kommt.

Es ist nicht so, dass Picco nicht noch so seine Baustellen hätte, sehr ernste sogar, aber da werden wir gerne dran arbeiten und sind optimistisch, die Probleme in den Griff zu bekommen.  --Andreas
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Re: Bildertagebuch - Brad (nun Piccolo), herrlicher Bretonen-Mix... VERMITTELT!

Beitrag  Wurmtaler am Mi 25 März 2015, 10:30

Im Bretonen-Forum ist der gute Piccolo harsch dafür kritisiert worden, dass seine Ohren zu kurz sind. Das nehme ich mir sehr zu Herzen und habe deswegen beschlossen, ihm von heute an die Ohren gehörig lang zu ziehen. Saisonbedingt haben wir uns schon ein ehrgeiziges Ziel gesetzt:



Dennoch möchte ich ganz schüchtern anmerken, dass ich sonst mit Piccos Ohren zufrieden bin. Sehr zufrieden. Der hört nämlich schon ganz prima auf seinen Namen und orientiert sich ganz prima an seinem Rudel.

Außerdem ist er auf dem besten Weg, sein zornig-hilfloses Rumgebelle bei der Begegnung mit anderen Rüden aufzugeben. Heute hat er stattdessen schon gespielt und ist dabei mit einem anderen (kastrierten) Rüden, der einen halben Kopf größer ist als er und der selbst auch nicht als Kandidat für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels gilt, durch die Büsche getobt, dass es die reine Freude war.

Fotos gibt es nicht,  wegen Dauerregens. Aber die Gelegenheit kommt wieder, da bin ich mir sicher.

--Andreas
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