Aris, Watz und Zerge warten auf ihre Menschen auf dem Hasenberghof in der Eifel

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Aris, Watz und Zerge warten auf ihre Menschen auf dem Hasenberghof in der Eifel

Beitrag  schoettlers am So 06 Okt 2013, 18:12

Die Vorgeschichte: Musetta und Gastone aus Rieti sind 2011 auf dem Hasenberghof (Dr.Axe-Stiftung) in Dahlem-Kronenburg untergekommen. Die jetzt ca. 14jährige Musetta wurde sogar noch als Besuchshund eingesetzt: Sie „arbeitet“ einmal pro Woche in einem Altenheim mit dementen Bewohnern. Zu den Zielen der Stiftung gehören die Unterstützung bedürftiger Opfer von Gewaltverbrechen, die Hilfe für Einrichtungen wie Krankenhäuser und Seniorenheime, die Pflege von Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind, sowie die Förderung von Kunst und Kultur.

Wir haben die beiden besucht caro 











Diese beiden sind die sogenannten Hofhunde und bleiben natürlich dort.


Aber drei andere suchen dringend ein Zuhause. Es sind

Aris (Pointer/Labrador/Galgomix)
Aris stammt ursprünglich aus Griechenland und wurde als Welpe über eine Tierschutzorganisation an eine Frau nach Deutschland vermittelt. Drei Jahre verbrachte er in der Obhut dieser Frau, welche jedoch mit ihm überfordert war. Die Frau hatte ein Alkoholproblem und Aris war die meiste Zeit sich selbst überlassen und wollte von Menschen nichts wissen. Die Besitzerin hat uns Aris übereignet. Aris ist jetzt ca. ein Jahr hier auf dem Hof. Er ist kastriert, gechipt und geimpft. Wir haben uns  intensiv mit ihm beschäftigt und eine Hundeschule besucht. Mittlerweile ist Aris ein Traumhund geworden. Er sucht den Kontakt zu Menschen, ist verträglich mit Artgenossen und könnte auch mit Katzen zusammenleben. Er sollte nicht unbedingt zu Hundeanfängern vermittelt werden. Aris braucht viel Bewegung, viel Auslauf und Beschäftigung. Aris besitzt einen ausgeprägten Jagdtrieb.










Watz (Yorkimix)
Watz ist vor einem Jahr als Fundhund  zu uns gekommen. Er wurde wahrscheinlich ausgesetzt, ist ca. 5- 6 Jahre alt, kastriert und selbstverständlich gechipt und geimpft. Watz versteht sich mit allem und jedem- ein wahrer Traumhund. Er ist ein Familienhund und wäre auch als Anfängerhund geeignet. An der Leinenführigkeit muss mit ihm noch gearbeitet werden. Im Auto mit zu fahren mag Watz nicht so sehr. Dies äußert sich durch extremen Speichelfluss. Watz ist ein pfiffiges Kerlchen, der genau weiß was er will.











Zerge (Vizslamix)
Zerge stammt aus Ungarn und ist dort auf der Straße aufgewachsen. Sie ist ca. 4 Jahre alt und lebt seit 2 Jahren in Deutschland. Mittlerweile ist sie auch kastriert und selbstverständlich gechipt und geimpft. Zerge ist eine sehr lebhafte und sehr fordernde Hündin, mit der man sich unbedingt beschäftigen muss. Ansonsten fordert sie sehr penetrant Aufmerksamkeit ein. Zerge braucht viel Bewegung. Sie ist sozial sehr verträglich, könnte in einen Haushalt mit Katzen und oder Kindern. Zerge liebt Auto fahren. Mit dem Allein sein hat sie ein kleines Problem, welches man aber relativ schnell in den Griff bekommen kann. Sie ist sehr verfressen und plündert auch gern mal einen Mülleimer.    









Schmackos mögen sie alle grins 






Der Betreuer Rene Plamper ist unter dieser Handynummer erreichbar: 0151 12776525
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Aris, Watz und Zerge warten auf ein neues Zuhause, 06.10.2013

Beitrag  beluga am Mi 28 Okt 2015, 22:22

Liebe Menschen von Hundepfoten-in-Not und hoffentlich darunter auch Rene Plamper,

zunächst mal meinen Respekt für Ihre Tierschutzarbeit.

Zufällig bin ich auf den Artikel über Aris gestoßen. Auch wenn es schon einige Zeit her ist, möchte ich dennoch ein paar Dinge richtig stellen bez. Aris.
Ich bin die so "nett" in diesem Artikel beschriebene Frau, die Aris damals (auf Initiative eines Freundes hin, noch gar nicht mal auf meine Initiative hin), vom "Tierschutzverein Südkreta e. V." übernommen hat. Ich nenne diesen Namen absichtlich, denn meiner Erfahrung nach geht es diesem "Tierschutzverein" nur um finanzielle Absichten und eine möglichst gute Statistik: Wieder ein Hund vermittelt.
Als wir Aris damals vom Flughafen Düsseldorf abholten, blieb mir beim Anblick des 6 Monate alten Hundes fast das Herz stehen. Ich habe selten, eigentlich nie, einen solch kranken Hund gesehen, vollkommen apathisch, verstört, dehydriert, kaum noch einen Funken Leben in sich. Aus der Flugbox kam er überhaupt nicht heraus und trinken mochte er auch nicht (zum Glück hatte ich ja alles notwendige dabei). Ich dachte, er überlebt die Fahrt nach Bonn nicht. Nur soviel zum Verantwortungsbewusstein dieses Vereins, ein solch krankes Tier überhaupt in ein Flugzeug zu setzen. Das wurde mir auch vom Tierarzt bestätigt, den ich am nächsten Tag aufsuchte. Aris war dermaßen verwurmt, dass ihm die Würmer fast aus Ohren und Nase herauskamen, von einem Check bez. Mittelmeerkrankheiten und einem allgemeinen Gesundheitscheck in Kreta wollen wir gar nicht sprechen. Also begann eine Behandlung, die mich im Laufe der Zeit, die Aris bei mir verbrachte, ca. € 7.000,-- bis € 10.000,-- kostete, aber es geht mir ja nicht ums Geld, diesem Verein aber schon, denn als ich mit der Vorsitzenden des Vereins diesbez. telefonierte (die Schutzgebühr habe ich natürlich bezahlt) und um Rat und Tat fragte, wurde ich angepöppelt, angeschrien und schließlich eingehängt. So viel zur so oft versprochenen Unterstützung bei Übernahme eines schwierigen Hundes mit "Migrationshintergrund". Aris konnte nichts (was ich auch bei so einem Hund überhaupt nicht erwartet hatte), das Mitfahren im Auto habe ich ihm mühevoll durch wochenlanges Füttern im Auto beigebracht genauso wie ein wenig Kontakt zu Menschen zu suchen. Er hat sich ja anfangs kaum anfassen lassen, das habe ich ihm mit viel Geduld ganz langsam und sehr behutsam nahe gebracht. Ich habe mir entsprechende Literatur besorgt u. a Günther Bloch (der einzig wirkliche wahre "Hundemensch") und versucht, Aris entsprechend seiner Talente zu beschäftigen, Dummyarbeit, Intelligenzspiele, Hunderennbahn (das war das Größte für ihn von der 1. Minute an) und schließlich Man-Trailing. Das war seine größte Stärke und ich habe das sehr oft zusammen mit einem Freund im Wald geübt. Meine vielen Nachfragen bei Rene diesbezüglich und dem Wohlbefinden des Hundes nach der Vermittlung, wenn Rene überhaupt an sein Handy ging; ein Rückruf erfolgte eh nie, ob der neue Besitzer das nun auch mit ihm übt, wurden immer sehr gedehnt beantwortet (sorry, Rene aber ist so). Soviel dazu, dass Aris in meiner Obhut "die meiste Zeit sich selbst überlassen war", das ist schlichtweg eine Unverschämtheit. Ich habe Aris überall mithingenommen, nur nicht zum Einkaufen, da wollte ich ihn draußen nicht alleine ohne Aufsicht anbinden, selbst meinen kleinen Sportflitzer habe ich wegen Aris verkauft und gegen einen Kombi eingetauscht. Und: Der Nachbar, der mir das sogenannte "Alkoholproblem" angedichtet hat, soll sich mal an die eigene Nase packen und sich ganz bedeckt halten, ich kann keine Rückschlüsse ziehen durch bloßes den ganzen Tag am Küchenfenster hängen und Nachbarn beobachten. Es geht sehr schnell, einen Menschen derart zu diffamieren, aber Hilfe, ob es einem Menschen vielleicht seelisch sehr schlecht geht, bekommt man sowieso nicht. Diese Erfahrung habe ich leider sehr, sehr häufig gemacht.
Da Aris anderen Rüden gegenüber immer aggressiver wurde, bin ich von einem Tierarzt zum anderen gelaufen bin, um mir Rat zu holen bez. Kastration ja oder nein (jeder Tierarzt sagte etwas anderes), habe es schließlich auf Anraten eines sehr vernünftigen Tierarztes in Heppenheim zunächst mit einer chemischen Kastration versucht, was aber nicht wirklich etwas brachte. Auch einen aus Funk und TV relativ bekannten Hundetrainer (nein, nicht Martin Rütter) habe ich hinzugezogen, der sich leider nur machomäßig aufspielte, sich meine Probleme mit Aris gar nicht richtig anhörte (Hunde mit "Migrationshintergrund" sind halt häufig mit anderen Problemen behaftet, Aris war auch nicht mein erster Hund, darüber hinaus hatte ich viel Kontakt mit Hunden von Freunden), mir nur mein Geld aus der Tasche zog und mir kein bißchen geholfen hat. Nochmal soviel dazu, dass Aris bei mir überwiegend sich selbst überlassen war. Auch ich war mit ihm in einer Hundeschule, was sich aber immer schwieriger wegen seiner Aggressivität anderen Rüden gegenüber gestaltete. Dass er sich jetzt angeblich sogar mit Katzen versteht, wage ich sehr zu bezweifeln, die etlichen Stürze, die ich deswegen hatte, weil Aris auf der anderen Straßenseite eine Katze erspäht hatte und ich ihn einfach nicht mehr halten konnte, will ich gar nicht zählen. Er war ja mittlerweile ein großer, sehr kräftiger Junge geworden, erstaunlich eigentlich, trotz meiner ja so mangelhaften Pflege. Nach den drei Jahren war ich wahrhaft zermürbt, weil mir auch niemand wirklich richtig geholfen hat. Und das hat dann besagter Nachbar sehr manipulativ ausgenutzt, um mir Aris "abzuschwatzen". Aber ich konnte auch wirklich nicht mehr richtig. Hätte ich Menschen gehabt, die mit mir zusammen das ernsthaft mit Aris gestemmt hätten, wäre er heute noch bei mir.
Es ist sehr einfach, einen Menschen schnell zu verurteilen und alles so darzustellen, wie es halt gerade so paßt, ohne die genauen Hintergründe zu kennen, zu beleuchten oder zu hinterfragen, das wäre ja auch unbequem. Das so ziemlich einzige, was in dieser Darstellung über Aris stimmt, sind sein Bewegungsdrang (logo, sein Windhundeinschlag; aber ich habe ja null Ahnung von Hunden) und sein Jagdtrieb. Sorry, dass meine "Gegendarstellung" so lang wurde, aber das mußte ich mir von der Seele schreiben, um alles mal in einem anderen Licht zu beleuchten. Als ich diese Darstellung über Aris und mich gelesen habe, kamen mir gleichzeig Wut und Tränen. Eine Antwort erwarte ich sowieso nicht.

Beluga





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